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„Gemeinsam erreichen wir das Ziel“

Für Energielandesrat Christian Ganter ist klar, es gibt keine Alternative zum Erreichen der Energieautonomie Vorarlberg 2050. Im Gespräch erörtert Gantner, was bereits bewirkt wurde und was noch getan werden muss.
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2009 wurde die Energieautonomie Vorarlberg vom Landtag beschlossen, dieses Jahr feierte sie ihr Jubiläum. Wo steht die Energieautonomie nach der ersten Dekade?

Es gibt Bereiche wie die CO2-Reduktion, den Ausbau erneuerbarer Energieträger und der Gebäudebereich, in denen bereits viel erreicht wurde. Aber es besteht kein Grund sich auszuruhen. Das Ziel ist, bis zum Jahr 2050 in Vorarlberg in gleichem Ausmaß Energie aus erneuerbaren Energieträgern bereitzustellen, wie verbraucht wird. Um dem näher zu kommen, haben wir dieses Jahr bestehende Maßnahmen ausgebaut und um neue ergänzt. Allen muss klar sein, es ist noch ein weiter Weg. Nur gemeinsam können wir das Ziel erreichen.

Welche Maßnahmen meinen Sie hier konkret?

Mit dem im Juli 2019 vom Vorarlberger Landtag beschlossenen „Klimanotstand“ war es uns wichtig, nicht nur ein Ausrufezeichen zu setzen, sondern vor allem ein breites Maßnahmenpaket vorzulegen. Damit wurde auch die Bedeutung der Notwendigkeit des aktiven Handelns vom Landtag unterstrichen. Die dazu ausgearbeiteten Begleitmaßnahmen unterstützen alle Parteien. Eine ambitionierte Maßnahme ist die Forderung, dass der Anteil der erneuerbaren Energieträger bis 2030 mindestens 50 Prozent des Gesamtenergiebedarfs beträgt. Die Stromversorgung soll bis 2030 bilanziell sogar zu 100 Prozent auf Basis erneuerbarer Energieträger erfolgen. Ein aktueller Schwerpunkt ist der Ersatz bestehender Ölkessel. Beim Umstieg auf ein Heizsystem basierend auf erneuerbaren Energieträgern sind Förderungen von bis zu 12.000 Euro möglich. Wir sind froh, dass der Bund unserer Forderung nachgekommen ist und diese Förderung im Herbst nochmal um 6.000.000 Euro aufgestockt hat. Diese Förderung kann ergänzend zur verlässlichen Förderung des Landes lukriert werden.

Beim Verkehr stehen der Ausbau und das Attraktivieren des öffentlichen sowie des Radverkehrs, zukunftstaugliche Konzepte für den Güterverkehr und die E-Mobilität auf der Aufgabenliste ganz oben.

Seit Anfang 2019 wird mit der MissionZeroV die Vorarlberger Landesverwaltung österreichweit als erste klimaneutral organisiert – Pionierarbeit mit Wirkung?

Zweimal Ja: Ja, zur Pionierarbeit. Wir übernehmen so wie damals bei der Energieautonomie die Vorreiterrolle und zeigen, die gesamte Landesverwaltung von Gebäuden bis zum Fuhrpark kann klimaneutral betrieben werden. Die Landesgebäude werden konsequent bis 2040 saniert, die noch vorhandenen Ölkessel ausgetauscht und verstärkt erneuerbare Energien eingesetzt. Und: Ja, zur Wirkung. Die MissionZeroV ist ein klares Signal und zeigt die Dringlichkeit dieses Themas. Wir gehen als gutes Beispiel voran.

Vorangehen heißt auch immer, ein Weg wird nicht alleine beschritten. Das haben Sie eingangs schon erwähnt. Wer sind die Wegbegleiter zur Energieautonomie Vorarlberg 2050?

Wir haben starke und engagierte Partner: Institutionen, Gemeinden, Unternehmen und motivierte Bürgerinnen und Bürger. Ich wünsche mir, dass diese Motivation hin zu einer lebenswerten Zukunft – denn das ist schlussendlich das Ziel der Energieautonomie – bald in allen Köpfen verankert ist und wir alle gemeinsam den Weg weitergehen.

Es kann nicht oft genug gesagt werden, es geht um unsere eigene und die Zukunft der nachfolgenden Generationen. Christian Gantner, Energielandesrat

  • 2009 beschloss die Vorarlberger Landesregierung einstimmig die Energieautonomie Vorarlberg. Bis zum Jahr 2050 soll der Energiebedarf in Vorarlberg vollständig durch erneuerbare Quellen abgedeckt werden. Die Energieautonomie fußt auf vier Säulen: Energiesparen, erneuerbare Energien, Bildung und Energieeffizienz.

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