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Gemeinsam das Spektrum erweitern

Simone Klien und Bettina Bohne (vl) nutzen das Potential der Zusammenarbeit.
Simone Klien und Bettina Bohne (vl) nutzen das Potential der Zusammenarbeit. ©Edith Rhomberg
 Bettina Bohne und Simone Klien nutzen erstmals die starke Energie ihrer künstlerischen Zusammenarbeit.
Bohne & Klien

 

Dornbirn. Wird die Frage gestellt, was denn überhaupt Kunst sei, sorgen Antworten darauf meist für mehr Verwirrung als Klarheit. Nach dem Gespräch mit den Kunstschaffenden Bettina Bohne und Simone Klien aus Dornbirn kommt eine weitere Frage dazu. Ist es eine Kunst, Künstlerin zu sein?

Simone Klien, geboren 1978, ist Mixed Media Artist – das Studium Medienübergreifende Kunst absolvierte sie an der Universität für angewandte Kunst Wien. Ihre Arbeiten decken Bereiche wie Fotografie, Umwelt, Architektur und Zeichnen ab. Kristalline Formen tauchen in Kliens Werk immer wieder auf. Wichtige Stationen waren Auslandsaufenthalte unter anderem in den USA. Über ihre Performance im Rahmen des „First World Congress of the Missing Things“ in Baltimore 2014 erzählt Klien heute noch gern. Existenzielle Erfahrungen und deren Entwicklungspotential fließen ebenso in Kliens Werk ein. Künftig sei es ihr Ziel, die Menschen mit ihrer Kunst für einen achtsamen Umgang mit der Umwelt zu sensibilisieren. „Jetzt öffne ich mich klar und deutlich für soziale und gesellschaftliche Themen. Meine Kunst soll zur Entschleunigung anregen“, lautet Kliens Botschaft. Sie setzt auf eine nachhaltige Produktion von Lebensmitteln in Bio- und Demeter-Qualität. 

“Gesellschaftliche Prozesse anregen“, ist die Herausforderung, der sich 

Multimediakünstlerin Bettina Bohne, geboren 1975, stellt. Zum Malen und Zeichnen kam sie nach der Ausbildung an der HTL für Graphik Design in Linz. Studienjahre an der Sozialakademie regen sie zu Themen an zwischen Gesellschaft und Individuum. Abenteuerliche Globetrotter-Reisen allein als Frau, die sie zu indigenen Völkern quer durch Afrika und Asien führten und das Studium des Lebens an sich, sind der Fundus für Bohnes Inspiration. Polarisierende Themen kennzeichnen ihre Arbeiten – mit Performance und Fotographie eröffnet sich ein vielfältiges visuelles Oeuvre. “Den Möglichkeitssinn erweitern und den Blick über die Grenze wagen”, werde durch gelebte Erfahrung zum persönlichen Credo der Künstlerin.

Ausstellung in der Villa Müller

Mit Bettina Bohne, Simone Klien und Benny Gleeson findet derzeit eine Ausstellung in der Villa Müller in Feldkirch statt. In ihrer ersten Zusammenarbeit zeigen Bohne & Klien im Salon Fotoarbeiten unter dem Titel ORIS (lat. Mund). Sinnliche Erfahrungen werden in feminine Bildsprache transferiert. „Mit unserer Arbeit ‚Schwesternkuss’, haben wir uns in Anlehnung an den ‚Bruderkuss’ inspirieren lassen, der im Kontext des Sozialismus politische Symbolik erlangt hat“, erklärt Bohne. 

Weitere Informationen und Öffnungszeiten unter: www.villamueller.at

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