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Gemeinden untersuchen Abfallsystem

Dornbirn/Dalaas - Restmüll, Biomüll, Altglas, Altmetall, Altpapier, Kunststoffverpackungen usw.: Ein Haushalt in Vorarlberg hat zwar etwas mehr Aufwand, dafür aber geringere Abfallkosten.

Das war die gemeinsame Erkenntnis der Vorarlberger Gemeinden bei der Verbandsversammlung des Vorarlberger Umweltverbandes vergangenen Donnerstag in Dalaas.

„Die gezielte getrennte Sammlung von Abfällen und Wertstoffen macht einfach Sinn“, betont Bgm. Ing. Rainer Siegele, Obmann des Vorarlberger Umweltverbandes. „Es leuchtet ein, dass ein Haushalt für jene Aufgaben, die er selbst erledigt, nicht separat bezahlen muss.“ Neben dem Kostenvorteil sprechen auch ökologische Aspekte dafür – und gesellschaftliche. Denn: „Jemand, der Abfälle trennt, ist auch eher sensibel für andere Umweltanforderungen“, so Siegele.

Hohe Trennmoral in Vorarlberg, Probleme durch Unaufmerksamkeit, Absicht und System

Verschiedene Untersuchungen zeigen immer wieder die hohe Trennmoral der Vorarlberger Bevölkerung und die insgesamt hohe Qualität des Abfallsystems im Land. Allerdings führen Unaufmerksamkeit oder Fehler einzelner Menschen oder Engpässe z.B. in der Behälter-Entleerung immer wieder zu lästigen Problemen: Sammelstellen sind überfüllt oder verschmutzt, Wertstoffe werden durch Fehlwürfe unbrauchbar, der Inhalt zu früh bereitgestellter Säcke in der Umgebung verteilt. Bei diesen Problemen setzen die Gemeinden nun verstärkt an.

Fachhochschule Vorarlberg untersucht Optimierungsmöglichkeiten

Die Vorarlberger Gemeinden lassen die Sammlung und den Transport von Rest- und Bioabfall sowie Wertstoffen vom Forschungszentrum für Prozess- und Produkt-Engineering an der Fachhochschule Vorarlberg untersuchen. Neben Servicequalität und Kosten steht auch die Reduktion von Verkehr und Emissionen beim Transport im Mittelpunkt. Bis Anfang 2008 werden erste Ansätze vorliegen, wo Optimierungen in diesem komplexen System Sinn machen, die nicht an anderer Stelle wieder Nachteile verursachen.

Regionale Wertstoffsammelhöfe, Erweiterung des Gelben Sackes

Verschiedene Regionen prüfen bereits die Idee eines gemeindeübergreifenden Wertstoffsammelhofes. Hier wären kundenfreundliche Öffnungszeiten und mehr Service machbar. Die Gemeinden denken auch daran, Dosen künftig gemeinsam mit den Kunststoffverpackungen im Gelben Sack zu sammeln. Dieses System ist etwa in Innerösterreich im Einsatz. Beim Altpapier könnte statt dem hohen Aufwand an den Sammelstellen eine Abholung bei ähnlichem Aufwand mehr Komfort beim Sammeln bringen.

(Quelle: ikp Dornbirn)

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