Demokratie lernen

Wahlen an der Mittelschule Nenzing
Wahlen an der Mittelschule Nenzing ©Elke Kager Meyer
An der Nenzinger Mittelschule wurde erstmals in Vorarlberg über einen „Schülerhaushalt“ bestimmt  Über die Verwendung eines Budgets von 5.000 Euro im unmittelbaren Umfeld der Schule durften die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Nenzing entscheiden.

Das Projekt des „Schülerhaushalts“ ist landesweit bislang einzigartig. Das Procedere dabei war einer Wahl sehr ähnlich: 37 Wahlvorschläge wurden mit Begründung und Unterstützungserklärungen von Mitschülern eingebracht. Die Palette reichte von einer Schuluniform bin hin zu Schallschutzmaßnahmen in den Gängen. „Dieses Projekt ist eine gute Möglichkeit, Jugendliche an die Mechanismen der Demokratie heranzuführen. Wir brauchen engagierte junge Menschen, die gute Ideen haben und für diese Ideen mit demokratischen Mitteln eintreten“, zeigte sich Bürgermeister Florian Kasseroler begeistert. Von der heutigen Jugend hängen die Zukunft unserer Demokratie und unsere gesellschaftliche Entwicklung ab.

Konkrete Planung

„Wahlsieger“ wurde mit großem Abstand die Forderung nach einem Sandplatz für die Schule. Hoch im Kurs stand auch eine bessere Ausstattung für die Aufenthaltsräume und die generelle Verschönerung der Schule. Nun wird die Gemeinde die Kosten für jene fünf Vorschläge mit den meisten Stimmen berechnen, anschließend geht es an die Umsetzung – natürlich ebenfalls in Kooperation mit den Schülern. Zufrieden mit dem Ergebnis zeigte sich auch Direktor Heinz Tinkhauser: „Erstmals erhielten Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich einzubringen und ihre Umgebung, beziehungsweise ihren Arbeitsplatz mitzugestalten. Kinder und Jugendliche sehen viele Dinge anders als Erwachsene und haben auch andere Bedürfnisse. Diese Sichtweise ist für uns wichtig, gerade auch deshalb, weil die Schule in absehbarer Zeit fünfzig Jahre alt wird und in vielen Bereichen saniert werden muss.“

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