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Bürgerkomitee Mozartstraße verlangt Verkehrskonzept

Mit Bannern und Plakaten machen die Anrainer auf ihre Situation aufmerksam.
Mit Bannern und Plakaten machen die Anrainer auf ihre Situation aufmerksam. ©privat
Die  Bewohner der Mozartstraße / Sala fordern: „Zuerst das Verkehrskonzept lösen, erst dann die Fußgängerzone bauen.“
Protest Mozartstraße/Sala

Dornbirn. „Begegnungszone Nein!“, „Stauzone“, Hauptverkehrsader“, „Keine halben Sachen“ und „Bauernopfer Mozartstraße“ – solche und ähnliche Sprüche stehen auf Bannern und Plakaten, die Bewohner der Mozartstraße am Montag an ihren Fassaden befestigt haben. Die Innenstadtbewohner möchten damit auf aus ihrer Sicht unzufriedenstellende Verkehrssituation aufmerksam machen. „Die Erweiterung der Fußgängerzone mit Begegnungszonen in der Schulgasse wurde vor kurzem im Stadtplanungsausschuss einstimmig beschlossen und soll schon bald im Stadtrat zur Abstimmung kommen. Für eine große Variante der Fußgängerzone ohne Begegnungszonen fehlt aber noch die Einigung von Sutterlüty und Stadtmarkt, die Tiefgaragen zu verbinden“, gibt Anwohnerin und Bürgerkomitee-Mitglied Beate Fetz zu bedenken.

7.000 Fahrzeuge pro Tag

Das Bürgerkomitee Mozartstraße / Sala fordert seit sechs Jahren ein durchdachtes Konzept für die gerechtere Verteilung der Verkehrsströme in der westlichen Innenstadt. Berücksichtigt werden sollte vor allem, dass die Mozartstraße keine reine Geschäftsstraße ist, sondern insgesamt 413 Menschen in der Mozartstraße und Sala leben. „Fakt ist, dass schon jetzt über die Mozartstraße fast die gesamte Zulieferung der Geschäfte wie Sutterlüty, C&A, Stadtmarkt, westliche Europapassage und vieler anderer Geschäfte erfolgt. Täglich passieren etwa 7.000 Fahrzeuge die Straße. Auch der Verkehr in der Nacht aus den vielen Gastronomiebetrieben in der Innenstadt wird zum Großteil über die Mozartstraße abgeleitet. Außerdem führen sieben Tiefgaragenausfahrten in die Mozartstraße“, klagen die Mitglieder des Bürgerkomitees.

Unsicherheit bei Anwohnern

Einen ersten Erfolg verzeichnete das Bürgerkomitee, als 2013 ein Schweizer Planungsbüro beauftragt wurde, ein Verkehrskonzept zu entwickeln. Dies sah vor, dass die Fußgängerzone von der Sparkasse Dornbirn bis zur Turnhalle / BG Dornbirn reichen würde und die Mozartstraße damit eine Sackgasse werden würde. „Das wäre eine großzügige und verkehrsberuhigende Lösung gewesen. Leider hat sich damals die Wirtschaft aus Angst vor Umsatzverlusten quer gestellt“, heißt es seitens des Bürgerkomitees. Da viele Fragen bei der Verbindung der Tiefgaragen Sutterlüty und Stadtmarkt offen sind, soll jetzt die kleine Variante der Fußgängerzonenerweiterung umgesetzt werden (von der Sparkasse bis zum Martinspark-Hotel). Der Rest ist als Begegnungszone vorgesehen. Das sehen die Bewohner der Mozartstraße als großen Unsicherheitsfaktor. Sie haben Erfahrung mit Schleichverkehr und fürchten, dass der Verkehr zunehmen wird. „Wir wissen auch nicht, wie viele Jahre dieser Zustand dauern soll und, ob es in Zukunft überhaupt zu einer Einigung kommen wird“, so Dieter Mareska vom Bürgerkomitee.

Große Variante wird bevorzugt

Das Bürgerkomitee spricht sich klar für eine große Variante der Fußgängerzone mit großzügiger Tiefgaragenlösung aus. Auch einer Vision von einem Schulcampus Innenstadt können sie was abgewinnen. Alles, was für eine Verbesserung der Lebensqualität und für eine Aufwertung des Stadtbildes zuträglich ist, sei zu befürworten. Die Bewohner fordern aber, so lange mit einer Erweiterung der Fußgängerzone zuzuwarten, bis die Verhandlungen über eine Verbindung der Tiefgaragen Sutterlüty und Stadtmarkt abgeschlossen sind und die Finanzierung geklärt ist. „Warum kann man dann nicht mit dem millionenschweren Bau der Fußgängerzone warten und die Entscheidungen vorantreiben, bevor man Millionen in eine halbe Sache mit vielen „Wenn und Aber“ steckt?“, so das Bürgerkomitee.

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