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"Gelbe Wand" ohne Bewegung

Dornbirn - Es rumpelt zwar immer wieder am Breitenberg im Süden der Stadt, eine Gefahr für Siedlungsgebiete durch abstürzende Gesteinsmassen besteht derzeit aber nicht, sagen Experten.

Auch die „Gelbe Wand“, hoch über dem Talboden, rührt sich nicht vom Fleck. Das ist beruhigend, denn bei einem Absturz des mächtigen Felspfeilers wären die Folgen kaum abzuschätzen. Um eine mögliche Gefahr rechtzeitig zu erkennen, steht die „Gelbe Wand“ seit Jahren unter genauer Beobachtung. Nicht weniger als 13 Messgeräte wurden installiert, die Daten werden ständig aufgezeichnet und vom Geologen DDr. Heiner Bertle ausgewertet. Er kann derzeit keine Gefahr erkennen: „Der Zustand des Felspfeilers der ‚Gelben Wand‘ am Breitenberg ist für den Messzeitraum als unverändert stabil zu beurteilen.“ Weder Sprengungen im nahe liegenden Steinbruch, noch kleinere, aber wahrnehmbare Erdbeben in der Umgebung brachten den Riesenbrocken bisher ins Wanken. Bertle schließt daraus, dass ein Absturz größerer Felsmassen nicht ohne eine mehrwöchige Vorwarnphase erfolgen würde. Sollte sich der Pfeiler also zu bewegen beginnen, wäre nach Auskunft des Experten Zeit genug, erforderliche Maßnahmen einzuleiten.

Angst vor Felssturz

Noch vor zehn Jahren galt die „Gelbe Wand“ als Schreckgespenst. Bürger sorgten sich um die Sicherheit, Politiker von Dornbirn bis Wien überlegten sich Maßnahmen, um bei einem plötzlichen Abrutschen des Pfeilers Schäden in Grenzen zu halten. Damals gerieten sich selbst die Fachleute in die Haare. Die einen wollten die „Gelbe Wand“ durch eine kontrollierte Sprengung unschädlich machen. Es wäre ein Riesenspektakel geworden, denn durch die Detonation sollten immerhin rund 200.000 Kubikmeter Material zu Tal befördert werden. Andere setzten auf ein riesiges Auffangbecken am Fuß des Breitenberges, das bei einem unkontrollierten Absturz die Steinlawine auffangen soll. Nach langen Diskussionen entschloss man sich für diese Lösung, die dann verwirklicht wurde.

Historische Ereignisse

Die Angst vor der „Gelben Wand“ ist nicht unbegründet, denn es gibt mindestens drei Berichte über historische Felsstürze genau in diesem Bereich. 1654 donnerten an die 400.000 Kubikmeter Gestein herab, eine riesige Staubwolke legte sich über das Rheintal. Es folgten weitere Großereignisse: Im Februar 1790 gingen bis zu 600.000 Kubikmeter Material nieder, einen Monat später waren es noch einmal 100.000 bis 200.000.

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