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Gekommen, um zu bleiben

Elisabeth Stadler: Die Richtung zeigt nach Osten.
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Elisabeth Stadler kann auf eine imposante Karriere verweisen. Nach verschiedenen Stationen in der österreichischen Versicherungsbranche wurde sie 2014 Generaldirektorin der Donau Versicherung und steht seit 2016 an der Spitze der Vienna Insurance Group. Insgesamt ist sie seit 35 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. „Und ich habe keinen einzigen Tag davon bereut“, sagt Stadler. Auf das Motto des Wirtschaftsforums „In welche Richtung drehen wir uns?“ hat sie eine klare Antwort: „In Richtung Osten.“ 1991 zerfiel Jugoslawien. Viele österreichische Unternehmen wagten damals nach Ende des Kommunismus den Sprung in den Osten. Auch die Vienna Insurance Group ging in den Osten und expandierte 1990 als erstes Versicherungsunternehmen in die damalige Tschechoslowakei_. „In die Expansion haben wir damals 15,4 Millionen Schilling investiert, also gut eine Million Euro“, erklärt Stadler. „Leider gehören diese Beträge heute der Vergangenheit an.“

Die Vienna Insurance Group entwickelte sich vom rein österreichischen Unternehmen hin zum internationalen Konzern. Schritt für Schritt wurde in weiteren CEE-Ländern Fuß gefasst. Heute erzielt die VIG ein Prämienvolumen von zehn Milliarden Euro in 25 Märkten und ist Marktführer in Zentral- und Osteuropa. Alleine ist man im Osten allerdings nicht mehr. Viele andere Versicherungen und Unternehmen sind in den Ländern Osteuropas tätig. „Sie alle versuchen, ein Stück vom Kuchen abzubekommen.“ Für Stadler ist die Region von höchster Bedeutung, und da man sehr früh den Sprung dorthin geschafft habe, profitiere man heute vom sogenannten „First Mover Effekt“. Das Wirtschaftswachstum der osteuropäischen Staaten sei weiterhin sehr dynamisch. In der Wirtschaftskrise 2008/2009 hätte es viele Unkenrufe gegeben, die sagten, diese würde der CEE-Region zum Verhängnis werden. „Die Krise hat überall zu abgeschwächtem Wirtschaftswachstum bzw. einer Rezession geführt. Doch die Region hat sich rascher erholt als die EU-15-Länder“, so Stadler. Jene, die sich aufgrund der Krise zurückgezogen haben und danach wieder zurückkehrten, oder erst dann begannen, dorthin zu exportieren, hätten deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. „Ich bin davon überzeugt, dass es wichtig war, einer der ersten dort gewesen und auch in Krisenzeiten dort geblieben zu sein.“ Die Vienna Insurance Group sei gekommen, um zu bleiben, verweist Stadler auf die Langzeitstrategie. Dabei musste man in den Anfängen sehr viel in die Ausbildung der Menschen investieren. „Es gab viel Transfer von Know-how. Heute ist es teilweise umgekehrt und wir rekrutieren versierte Kräfte aus dem Osten nach Österreich.“

Noch viel Potenzial vorhanden

Und wie sind die Menschen versichert? Es besteht Potenzial, so Stadler. Die Versicherungsdichte sei noch gering. Zum Vergleich: In den CEE-Ländern würden die Menschen im Schnitt 170 Euro pro Jahr für Versicherungen ausgeben. In Österreich seien es 2000 Euro. Dabei gebe es aber ein Gefälle. In Tschechien gibt man deutlich mehr aus. Schlusslicht ist die Ukraine mit 37 Euro. Das Einstiegsprodukt sei überall die Kfz-Versicherung. Mit wachsendem Wohlstand steige nun die Nachfrage nach Eigenheimversicherungen. Dass man Marktführer ist, habe dabei sowohl Vor- als auch Nachteile. Als Nummer Eins sei man der sprichwörtliche Hecht im Karpfenteich, aber man habe auch die Möglichkeit, den Markt in gewisser Form zu lenken.

ZUR PERSON
ELISABETH STADLER
CEO der Vienna Insurance Group (VIG)
GEBOREN 1961
AUSBILDUNG Studium der Versicherungsmathematik
LAUFBAHN ab 2014 Generaldirektorin Donau Versicherung; seit 2016 an der Spitze der VIG

UMFRAGE

Wie hat Ihnen der Vortrag gefallen? 

  • Es war ein interessanter Vortrag, denn Frau Stadler hat aufgezeigt, dass es bei Investitionen im Osten noch Luft nach oben gibt. Bei Investitionsentscheidungen heißt es mutig sein. Diese Aussage würde ich so unterschreiben. Veronika Marte, Landeshauptstadt Bregenz
  • Den heutigen Vortrag beim Wirtschaftsforum würde ich als interessante Lesestunde beschreiben. Frau Stadler hat es in dieser geschafft, mir Einblicke und Ausblicke einer anderen Seite zu ermöglichen. Mag. Peter F. Baumgartner, m27 Finance GmbH
  • Der Vortrag hat mir gut gefallen. Frau Stadler war früher in unserem Generalvorstand der Donau Versicherung. Ich kann über sie nur Positives berichten und bin sehr stolz auf den Beitrag, den sie in der Vergangenheit geleistet hat. Julia Stöckler, Donau Versicherung AG

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