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Geiselnahmeübung erfolgreich verlaufen

Bregenz, Friedrichshafen - Am Montag wurde unter Beteiligung der Polizeidirektion Friedrichshafen und weiterer Polizeikräfte gemeinsam mit der Flughafen Friedrichshafen und der Airline InterSky Luftfahrt GmbH im Bereich des Bodensee-Airports eine internationale Geiselnahmeübung durchgeführt.

Thema der Großübung war eine angenommene Geiselnahme in einem Verkehrsflugzeug der InterSky. Insgesamt waren über 150 Polizeibeamte, darunter auch Spezialeinheiten des Landes, an der Übung beteiligt. Regierungspräsident Hermann Strampfer begleitete die Übung vor Ort und lobte die hervorragende Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte.

Mitarbeiter des Bodensee-Airport wiesen heute (Montag 10.11.2008) die Fluggäste stündlich mit Durchsagen darauf hin, dass Polizei und Flughafen unter Beteiligung der Airline InterSky eine groß angelegte Geiselnahmeübung durchführten. Das Drehbuch des Übungsszenarios sah vor, dass ein männlicher Passagier ein Flugzeug der InterSky während eines internationalen Fluges in seine Gewalt gebracht hatte und dabei bereits seine Forderungen übermittelte. U.a. verlangte er eine Zwischenlandung auf dem Bodensee-Airport Friedrichshafen.

Nach rund vier Stunden beendete die Polizei dieses Übungsszenario. Der Täter sowie ein weiterer Mittäter – beide dargestellt von Polizeibeamten – konnten schließlich von Spezialkräften festgenommen und die Fluggäste unverletzt aus dem Flugzeug evakuiert werden. Insgesamt waren über 150 Polizeikräfte an der Übung beteiligt. Ein Polizeihubschrauber übertrug die Geschehnisse vom Einsatzraum in die polizeilichen Führungsstäbe in Friedrichshafen und Tübingen.

Mit der Übung sollte auf der Grundlage der schon seit Jahren praktizierten engen Zusammenarbeit zwischen Polizeidirektion Friedrichshafen und Bodensee-Airport auf den verschiedenen Führungs- und Einsatzebenen getestet werden, inwieweit die vorhandenen Informationsstränge geeignet sind, alle verantwortlichen Stellen und Polizeieinsatzleitungen mit den für deren Bewältigung notwendigen aktuellen Informationen auszustatten. Außerdem stand auch das Zusammenwirken verschiedener Spezialeinheiten der Polizei bei der Bewältigung sehr komplexer und schwierigen polizeilichen Einsatzlagen im Mittelpunkt.

Im Verlauf der Übung wurden auch die vorhandenen Strukturen der länder- und grenzüberschreitenden Information und Kommunikation überprüft. Neben verschiedenen Dienststellen der Polizei des Landes Baden-Württemberg und des Polizeipräsidiums Schwaben-Südwest in Bayern (Kempten) waren darüber hinaus auch die Einsatzzentralen der Kantonspolizei St. Gallen, der Sicherheitsdirektion des Bundeslandes Vorarlberg und der Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein an der Übung beteiligt.

Eine Herausforderung stellte das Übungsszenario insbesondere für die Spezialeinheiten der Polizei des Landes Baden-Württemberg dar. So war die Übung für das Spezialeinsatzkommando Baden-Württemberg wie auch für das Mobile Einsatzkommando und die Verhandlungsgruppe des Regierungspräsidiums Tübingen eine gute Gelegenheit, die Zusammenarbeit zu üben und weiter zu optimieren. Einsatzbeamte der 3. Bereitschaftspolizeiabteilung Biberach waren für Absperr-, Überwachungs- und Schutzmaßnahmen eingesetzt.

Regierungspräsident Hermann Strampfer, der sich vor Ort einen umfassenden Eindruck vom Übungsgeschehen machen konnte, zeigte sich nach Abschluss der Übung sehr zufrieden über die Zusammenarbeit der eingesetzten Kräfte. Die Übung habe gezeigt, so Strampfer, dass die Polizei mit den Verantwortlichen des Flughafens und der Airline auch in schwierigen Einsatzlagen schnell und zuverlässig zusammen arbeitete. Davon habe er sich am Übungstag vor Ort persönlich überzeugt.

Auch Polizeipräsident Dietrich von Moser zeigte sich nach Abschluss der Übung sehr zufrieden über die Arbeit der eingesetzten Kräfte. Er hob besonders das ausgezeichnete Zusammenwirken der Spezialeinheiten bei der Bewältigung dieser schwierigen Einsatzlage hervor. “Diese Übung hat eindrucksvoll bewiesen, dass die Polizeikräfte des Landes in der Lage sind, wirkungsvoll und aufeinander abgestimmt auch schwerste Gewaltkriminalität zu bekämpfen”, so der Tübinger Polizeipräsident.

Darüber hinaus habe die Übung belegt, dass die Zusammenarbeit der Polizeien in der Bodensee-Grenzregion gut und vertrauensvoll funktioniere. Auf Grund regelmäßiger Kontakte im Alltag seien die Informationswege auf örtlicher und regionaler Ebene mit kurzen Informationswegen eingespielt.
Im Detail konnten zudem einige Erkenntnisse für eine weitere Optimierung der Stabsarbeit und der Kommunikationsstrukturen gewonnen werden, so von Moser.

Quelle: Kantonspolizei St. Gallen

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