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Gehörnter brach seinem Rivalen den Kiefer

Es war ein stinknormaler Abend in einer Dornbirner Bar. Bis der 22-jährige Bregenzer seine Freundin im WC mit einem anderen erwischte. Als er seinen Nebenbuhler später wiedersah, schlug er ihn krankenhausreif.

Zusammen mit seiner Freundin ging der 22-Jährige in eine Dornbirner Bar. Im Lauf des Abends fing die Freundin ein Gespräch mit einem anderen Mann an. Kurz darauf verschwand sie aufs WC.

Zurecht Sorgen gemacht

Als sie nach längerer Zeit nicht zurück kam, machte sich ihr Freund Sorgen und hielt nach ihr Ausschau. Als er seine Holde mit einem anderen Mann aus dem Herren-WC kommen sah, glaubte er seinen Augen nicht zu trauen.

Dieser Septemberabend war für den Kraftfahrer gelaufen. Er brachte die Frau nach Hause. Weil er keine Lust auf langatmige Diskussionen hatte, wollte er noch auf ein weiteres Bier in die Stadt zurück. Der bislang Unbescholtene fuhr mit dem Taxi zum Dornbirner Bahnhof. Als er dort seinen Rivalen plötzlich auf einer Bank sitzen sah, konnte er sich nicht mehr beherrschen. Er prügelte den Lover dermaßen nieder, dass dieser drei Wochen im Spital verbringen musste. Der Kiefer war gebrochen, die Fußtritte hinterließen schmerzhafte Prellungen.

2880 Euro bedingt

Die zur Gänze auf Bewährung ausgesprochene Strafe von 2880 Euro hat der junge Mann den “besonderen Umständen” zu verdanken. “Wenn einem in einer solchen Situation nicht das Messer aufgeht, dann weiß ich nicht”, appellierte Verteidiger Bertram Grass für ein mildes Urteil. Bei dem Opfer hat sich der Angreifer bereits entschuldigt und ihm 2000 Euro überreicht. Der WC-Lover saß betreten im Saal, auch er erinnert sich nur ungern an die peinliche Situation im Lokal zurück.

Trotzdem alles weg

Mit der strafrechtlichen Verurteilung wegen Körperverletzung ist auch der Führerschein automatisch für drei Monate weg. Und somit auch der Job als Fahrer. Dass der Mann bei der Tat mit sechs Bier und zusätzlichen sechs Whiskys stark alkoholisiert war, entschuldigt nichts. Das Geständnis, die Schadenswiedergutmachung und der ansonsten ordentliche Lebenswandel wirkten hingegen mildernd. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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