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Gegenkandidaten für Putin

Der Wahlkampf in Russland hat begonnen: Die Gegenkandidaten von Präsident Wladimir Putin formieren sich und kritisieren den Krieg in Tschetschenien,

Der von seiner Partei Liberales Russland unabhängig kandidierende Wladimir Rybkin gab am Montag in Berlin bekannt, er habe bereits 4,2 Millionen Unterschriften von Unterstützern gesammelt. Für die Teilnahme an der Präsidentschaftswahl am 14. März in Russland sind zwei Millionen Unterschriften nötig.

Neben Rybkin gibt es neun weitere mögliche Gegenkandidaten. Zuletzt erklärte die Radikalkritikerin Putins, Irina Chakadama, von der marktorientierten Union Rechter Kräfte ihre Kandidatur, allerdings ebenfalls ohne Unterstützung ihrer Partei. Allen Gegenkandidaten werden nur marginale Chancen eingeräumt, nachdem sich Putin seit der Dezemberwahl auf einer Zweidrittel-Mehrheit in der Staatsduma (Parlament) stützen kann.

Wie andere Gegenkandidaten übt auch Rybkin scharfe Kritik an Putins Wahlkampf. Er werde unfair und mit teilweise ungesetzlichen Mitteln geführt, sagte er. Rybkin machte dafür Putins nahezu uneingeschränkte Kontrolle über die Medien verantwortlich.

Rybkin verwies auf eigene Erfahrung mit Wahlkampfauftritten im sibirischen Teil des Landes. Bei interaktiven Fernsehshows habe er bis zu 80 Prozent Zustimmung der Zuschauer erreicht. Im europäischen Teil des Landes westlich des Urals werde daher seit zwölf Tagen seine Kandidatur in den meisten Medien nicht mehr erwähnt.

Als ein zentrales Wahlversprechen betrachtet Rybkin nach eigenen Worten die Zusicherung, den Tschetschenien-Krieg innerhalb von sechs Monaten beenden zu wollen.

Der Krieg habe zwar eine nationalseparatistische Komponente, wie Rybkin sagte. Durch die Wahl des Mittels Krieg werde das Problem aber zunehmend durch die Komponenten Terrorismus und Kriminalität überlagert.

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