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Gegen den blauen Dunst an Schulen

Das Comenius Projekt zur Rauchprävention an europäischen Schulen startete in Vorarlberg.
Das Comenius Projekt zur Rauchprävention an europäischen Schulen startete in Vorarlberg. ©Laurence Feider
Comenius Rauchpräventionsprojekt

Am Wochenende fand Kick off Meeting für europäisches Rauchpräventionsprojekt statt.

Lustenau. Sehr international ging es am Sonntag in der HAK Lustenau zu. Allerortens herrschte geschäftige Betriebsamkeit und es wurde abwechselnd Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Türkisch und Luschnouarisch gesprochen. Anlass war das Kick off Meeting zum zweijährigen EU-geförderten Comenius-Projekt zur Rauchprävention an Schulen, das am Wochenende in Vorarlberg stattfand. Gastgeber und Organisatoren waren die HTL Bregenz und die HAK Lustenau die neben ihren eigenen Schülern und Lehrern rund 60 ausländische Gäste betreuten. Schuldelegationen aus Graz, Gosheim-Wehingen, Berlin, dem Piemont, Madrid und aus der Türkei waren ins Ländle gereist, um in Workshops am gemeinsamen Rauchpräventionsprojekt zu feilen. Ziel des Comenius-Projektes, an dem insgesamt zehn Schulen beteiligt sind, ist die Entwicklung eines Rauchpräventionskoffers von Schülern für Schüler.

Seinen Ausgang nahm die internationale Gesundheitskampagne vor rund fünf Jahren an der HTL Bregenz mit Chemielehrer Helmut Moderegger, der die Idee hatte ein kostengünstiges Gerät zu entwickeln, das den Schülern veranschaulichen sollte, welche sofortige Wirkungen das Rauchen auf den Körper hat. Als Techniker wurde Elektronikspezialist Klaus Schröcker hinzugezogen, der inzwischen gemeinsam mit HTL-Schülern und Lehrern rund 7500 Freizeitarbeitsstunden in die Entwicklung des “Nikomat”, bei dem durch einen Infrarot-Sensor die Durchblutung in der Fingerspitze vor und nach dem Rauchen gemessen wird, investiert hat. Den “Schneeballeffekt” vom Einzelprojekt zur grenzüberschreitenden Aktion nahm das Projekt beim Lehrerbildungsfestival “Science on Stage” in Grenoble und Berlin. Mit der HAK Lustenau und der aks Gesundheitsvorsorge kamen wichtige Partner zur Förderung der Verbreitung und Professionalisierung des Projektes in Vorarlberg hinzu. “Der rasch steigende Anteil rauchender Schüler ist beunruhigend, für uns erweist sich die Teilnahme am Comenius Projekt als absoluter Glücksfall im richtigen Moment”, so Ursula Fleisch von der HAK Lustenau, die mit ihren Schülern auch Marketing und Öffentlichkeitsarbeit vorantrieb.

Bereits im vergangenen Jahr fand in Lustenau ein wegweisendes Maturaprojekt unter dem Titel “Rauch dich nicht weg” mit einem zweitägigen Workshop für Schüler der ersten Klassen statt. Dabei kam ein “Prototyp” des “NikoLAB” Rauchpräventionskoffers zum Einsatz der neben dem von der HTL Bregenz entwickelten Nikomat verschiedene andere Module, wie Biologiemodul, Chemiemodul, Physikmodul und Smokerlyzer enthält. “Unser Ziel war, den Erstklässlern Argumente zu liefern erst gar nicht mit dem Rauchen anzufangen. Ich denke der NikoLAB ist wirksam, weil er die unmittelbaren Reaktionen des Körpers auf das Rauchen zeigt. Besonders gefreut hat uns, dass wir für unser Projekt mit einem Jugend-Bravo ausgezeichnet wurden”, so HAK-Schüler Olatomide Ayodeji, der als sogenannter “peer” Aufklärungsarbeit leistete. Nach dem abschließenden “Lab-Day” am Montag in der Kantonsschule Wettingen bei Zürich, steht im Juni 2011 ein zweites internationales Comenius-Treffen in Madrid auf dem Programm. Bis dahin, werden die Teilnehmer an ihren Rauchpräventionsaktionen weiterarbeiten und die NikoLAB-Module austesten. In Vorarlberg können die Rauchpräventionskoffer über den aks an interessierte Schulen ausgeliehen werden.

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