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Gefängnis für Drogendealer

Der 42-jährige Dornbirner war bis zum Mittwoch unbescholten. Dennoch saß er in U-Haft. Bei Schmuggel von drei Kilogramm Kokain durch einen schwer Süchtigen bestand Wiederholungsgefahr.

Somit wartete der ehemalige Anzeigenverkäufer im Gefängnis auf seinen Prozess. Verkauft hat der Schmuggler den Stoff einem 45-jährigen Kollegen, der laut Polizei unter anderem im Dornbirner Stadtmarkt damit gedealt haben soll. Der Komplize wird sich demnächst vor dem Drogensenat verantworten müssen.

“Am Anfang ist alles lustig, wenn man Koks ausprobiert. Doch dann zieht sich das Netz immer enger zu”, gibt der Drogenabhängige, der zuvor noch als Angestellter seinen Lebensunterhalt verdiente, Einblick in seine Sucht. Eingekauft hat der Dealer den Stoff in Zürich bei einer gewissen “Sandra”. Von ihr fehlt jedoch jede Spur. Vier Jahre lang dauerte der grenzüberschreitende Handel. Zunächst kaufte der ehemalige Anzeigenverkäufer das Kokain lediglich für den Eigenkonsum, dann belieferte er auch den 45-jährigen Unterhändler in großem Stil.

Mit der Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren liegt die Frage, ob der Verurteilte eine Therapie statt Strafe bekommt, im Ermessen des Richters.

Da der Dornbirner aber auch von den Drogeneinnahmen seinen Lebensunterhalt bestritt und den Handel möglichst gewinnbringend organisierte, stehen die Chancen eher schlecht. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

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