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Gefährliche Renaissance für Heroin

Vor über einem Monat haben LR Bischof und der Drogenbeauftragte Primar Univ.-Prof. Haller darauf hingewiesen, dass die Drogensituation im Land zwar weitgehend stabil, zugleich aber auch die Rückkehr zum riskanteren Drogenkonsum zu beobachten ist.

Das hat nun auch der soeben veröffentlichte Jahresbericht 2004 des Suchtkrankenhauses Stiftung Maria Ebene, Frastanz, (www.mariaebene.at) bekräftigt, in dem u.a. eine gefährliche Renaissance des Heroinkonsums festgestellt wird.

Die Suchtsituation im Ländle war im Vorjahr laut Jahresbericht geprägt durch eine deutliche Veränderung in der Drogenszene und durch Konzentration auf den Jugendalkoholismus sowie eine Verbesserung der ambulanten Therapieangebote. Während jugendliche Suchtgiftkonsumenten in den vergangenen Jahren v.a. Stimulanzien wie Ecstasy, Speed oder Kokain eingenommen haben und Motive wie Vergnügen, Erhöhung des „Fun Faktors“ oder Leistungssteigerung im Vordergrund gestanden sind, sei nun eine Rückkehr zum problematischen und dadurch auch zum riskanteren Drogenkonsum zu beobachten.

Heroin als härteste Droge, die seit Mitte der neunziger Jahre in den Hintergrund getreten ist, erlebe nun eine Renaissance, „was große Herausforderungen an die Suchtprophylaxe und -therapie mit sich bringt“. Junge Menschen seien offensichtlich bereit, Risiken in Kauf zu nehmen, alle erhältlichen Substanzen zu konsumieren und Drogen gezielt gegen psychische Beschwerden einzusetzen, warnt die Stiftung Maria Ebene. Hohe Arbeitslosigkeit verschärfe die Situation. Indiz für diese Entwicklungen waren im Jahr 2004 der starke Andrang an die Beratungsstellen, die Vollauslastung der Therapiestationen Carina und Lukasfeld und die große Nachfrage nach Präventionsveranstaltungen.

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