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Gefahrenguttransporte: Täglich tausende auf den Straßen

Gefahrengut ist tagtäglich zu hunderten auf den Straßen unterwegs.
Gefahrengut ist tagtäglich zu hunderten auf den Straßen unterwegs. ©APA/Teske; VOL.AT/Hofmeister
Die Explosion eines Lkw in der Nähe der italienischen Stadt Bologna ist der "Worst Case" eines Unfalles mit Gefahrengut. In Österreich sind täglich hunderte bis tausende vergleichbare Transporte unterwegs. 
Polizeivideo von Bologna

Am Montagmittag war auf der Adria-Autobahn bei Bologna ein Tanklaster in einen Lastwagen am Ende eines Staus gefahren und hatte zunächst einen Brand und schließlich eine heftige Explosion ausgelöst. Diese riss ein Loch in die Autobahnbrücke. Der Feuerball erstreckte sich weit über die acht Fahrspuren hinaus. Brennende Trümmerteile hatten andere Autos in Brand gesetzt und kleinere Explosionen ausgelöst.

Tankwagen hatte Autogas geladen

Bei dem einzigen bislang bestätigten Toten handelt es sich laut Nachrichtenagentur Ansa um den Fahrer des Tanklaster, einen 42-Jährigen, der seit Jahren Lastwagen mit entzündlichen Flüssigkeiten gefahren sei. Am Montag soll er das Autogas LPG geladen gehabt haben. Laut Berichten wurden weitere 60 Personen bei dem Unglück verletzt.

Hunderte Gefahrenguttransporte auf Österreichs Autobahnen

Auch in Österreich selbst sind täglich tausende solche Gefahrenguttransporte unterschiedlichster Gefährlichkeit auf Österreichs Straßen unterwegs. Allein auf dem höherrangigen Straßennetz der Asfinag wären es hunderte wenn nicht tausende, schätzt ASFINAG-Alpenstraßen-Geschäftsführer Stefan Siegele im VOL.AT-Gespräch.

Diese stellen grundsätzlich eine vergleichbare Gefahr dar. Schließlich seien die sicherheitstechnischen Vorschriften wie auch die Fahrerausbildung in Italien wie Österreich die selben, weiß ÖAMTC-Sprecher Jürgen Wagner. Hier gebe es nur im Vorfeld die Möglichkeit, solche Katasprophen zu verhindern:

ASFINAG stuft Gefahrengut als Toprisiko ein

Glücklicherweise seien solche Unfälle mit Gefahrenguttransporten sehr selten, beruhigt Wagner. Auf Seiten der ASFINAG nehme man das Risiko nicht erst seit Montag sehr ernst, betont Siegele. Im Risikomanagement der ASFINAG werde Gefahrengut als Toprisiko eingestuft, die “Ereignismanager” besonders im Umgang mit Gefahrenguttransporten ausgebildet. Auch bei den regelmäßigen gemeinsamen Übungen mit den österreichischen Feuerwehren sei Gefahrengut immer wieder Teil des Szenarios.

Stefan Siegele, Geschäftsführer ASFINAG Alpenstraßen - VOL.AT/Rauch
Stefan Siegele, Geschäftsführer ASFINAG Alpenstraßen - VOL.AT/Rauch ©Stefan Siegele, Geschäftsführer ASFINAG Alpenstraßen – VOL.AT/Rauch

Sonderregelung für den Arlbergtunnel

Gewisse Gefahrengüter dürfen außerdem nur mit besonderen Vorsichtsmaßnahmen in den Tunnels der ASFINAG befördert werden. Hier stellt der Arlbergtunnel aufgrund seiner Länge eine Ausnahme dar: Hier müsse laut Siegele jedes einzelne Gefahrengut im Vorfeld angemeldet werden, damit die Aufsichtsorgane immer einen Überblick haben, wieviel Risikogüter zu jedem Zeitpunkt im Tunnel sind.

Gefahrenguttransporte erkennen

Gefahrenguttransporte müssen mit besonderen Warnhinweisen gekennzeichnet werden. Hier unterscheidet man über den quadratischen, auf einer Ecke stehenden, Gefahrzetteln und den rechteckigen, orangen Warntafeln. Beide sind meist an der Front und dem Heck, teilweise auch seitlich am Fahrzeug befestigt. Die Gefahrzettel geben über Piktogramme, Text und Farbe Hinweise auf die Gefährlichkeit des Transportgutes. Die Warntafel gibt über einen Zahlencode Aufschluss über den genauen Gefahrenstoff im Transportbehältnis. (VOL.AR)

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