Gedenken an Heimatdichter

Seit 2007 hat der Hannes-Grabher-Gedenkstein seinen neuen Standort in der Parkanlage im Ortsteilzentrum Hasenfeld.
Seit 2007 hat der Hannes-Grabher-Gedenkstein seinen neuen Standort in der Parkanlage im Ortsteilzentrum Hasenfeld. ©Ferdinand Ortner

In Lustenau erinnern Steindenkmäler an die Dichter der Gemeinde.

Lustenau. In den Rahmen der Kurzbericht-Serie “Kapellen, Bildstöckli, Kreuze und Gedenksteine” – einer Initiative des Verschönerungsvereins Lustenau – gehören auch die Gedenksteine für die Lustenauer Heimatdichter und -schriftsteller Hannes Grabher (1894 – 1965) und Beno Vetter (1882 – 1971). Der reiche Schatz der originellen Hannes-Grabher-Mundartgedichte und Beno Vetters historische Erzählungen und Romane aus Lustenaus Geschichte sind nicht nur in der heimischen Bevölkerung tief verwurzelt, sondern auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und geschätzt.

Gedenkstein für Grabher
Der Hannes-Grabher-Gedenkstein wurde vor 36 Jahren vom Lustenauer Steinbildhauer Anton Rabensteiner als Kleindenkmal gestaltet und vom Verschönerungsverein Lustenau gestiftet. Der schlichte Stein wurde im März 1975 im Rahmen einer denkwürdigen Veranstaltung im Beisein zahlreicher Bürger in der Nähe des Wohnhauses des Dichters feierlich enthüllt und präsentiert und in einer kleinen Grünanlage an der “Engel”-Kreuzung aufgestellt.

In einer gehaltvollen Ansprache hatte Bürgermeister Robert Bösch die Bedeutung und den ideellen Wert des Schaffens des humorvollen Heimatdichters gewürdigt und Pfarrer Eugen Giselbrecht die Segnung des Gedenksteines vorgenommen. Für eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung sorgten die “Lustenauer Dorfschwalben” und der “Cäcilien-Kinderchor” unter Leitung von Maria Bösch.

“Luschnouar”-Gedicht
Eingemeißelt in die Seitenflächen des Steinquaders wurde von Anton Rabensteiner der Text einer Strophe aus dem bekannten “Luschnouar”-Gedicht von Hannes Grabher: “Mer sind a ougös Völkli, a wifs – und doch a schlicht´s und üsa Zaubrsprüchli hoaßt: Ho bei Gott, ma richts!”

Neuer Standort Hasenfeld
Mit der in den letzten Jahrzehnten ständig zugenommenen Verkehrsfrequenz des “Engel”-Kreisverkehrs und der Errichtung einer Lärmschutzwand beim ehemaligen Wohnhaus des Heimatdichters wurde der Standort des Kleindenkmals entwertet und ein neuer Platz gesucht. Im Herbst 2007 erfolgte dann die Verlegung der Gedenkstätte in den Park westlich der Guthirtenkirche an der Hasenfeldstraße.

Text: Ferdinand Ortner

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