Gebrüder Weiss kratzt an der Milliardengrenze

Lauterach - Der Umsatz des Vorarlberger Transport- und Logistikkonzerns Gebrüder Weiss ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 um 17,8 Prozent auf 978 Mio. Euro (2009: 830) gestiegen.

Damit erreichte Gebrüder Weiss nahezu das Vorkrisenniveau von 2008 mit 980 Mio. Euro wieder erreicht. Für die positive Entwicklung sah der Vorstand die gesamtwirtschaftliche Erholung und die konsequent verfolgten Ausbaustrategien verantwortlich. Zum Ergebnis machte das Familienunternehmen Gebrüder Weiss keine Angaben.

Gebrüder Weiss setzt auf nachhaltigen Wachstum

“Erfreulich” seien die Eigenkapitalquote von über 55 Prozent sowie der Cash-Flow von wieder deutlich mehr als 50 Mio. Euro, hieß es. Nach Unternehmensangaben wuchs der konsolidierte Umsatz von Gebrüder Weiss im Bereich des internationalen Landverkehrs um 11,8 Prozent auf 643,8 Mio. Euro. Man wolle hier weiter nachhaltig wachsen. So wurden 2010 etwa im rumänischen Sibiu und im slowakischen Senec neue Terminals eröffnet. Das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa soll auch 2011 weiter ausgebaut werden, geplant sei etwa der Bau eines großen Terminals in Prag, so Vorstandsvorsitzender Wolfgang Niessner.

Deutlich legte Gebrüder Weiss im internationalen Luft- und Seetransport (“Air & Sea”) zu. Der konsolidierte Umsatz der Sparte, der heuer erstmals ohne Joint Ventures ausgewiesen wurde, betrug 2010 rund 216,8 Mio. Euro, ein Plus von 57,5 Prozent. Die Zahl der Sendungen habe binnen Jahresfrist global um 17 Prozent zugenommen. Laut “Air & Sea”-Vorstand Heinz Senger-Weiss war vor allem die erfolgreiche Integration von Weiss-Röhlig India ins Weiss-Netzwerk von Bedeutung. In der Sparte gebe es aber “noch einiges Potenzial”. Zu den 2010 neu errichteten Standorten in den USA und China sollen in den kommenden Jahren Erweiterungen in Asien, Südamerika, dem Nahen Osten sowie in Zentral- und Osteuropa kommen.

Gebrüder Weiss zufrieden mit Tochterfirma

Stabil entwickelten sich auch die weiteren Aktivitäten des Gebrüder Weiss Konzerns. Der Umsatz des Gebrüder-Weiss-Paketdienstes, der im Großteil Österreichs die Dienstleistungen des Paketdienstes DPD anbiete, nahm um 2,5 Prozent auf 117,6 Mio. Euro zu. Ebenfalls zufrieden zeigte man sich mit der Tochterfirma “inet-logistics“, die um mehr als elf Prozent auf 7,9 Mio. Euro Umsatz zulegte. Über vier Prozent auf 13,8 Mio. Euro wuchs der Umsatz des ebenfalls zum Konzern gehörenden Hightech-Logistikers “Tectraxx“.

Der Gebrüder-Weiss-Konzern mit Hauptsitz in Lauterach betreibt weltweit über 150 Niederlassungen, Standorte und Betriebsstätten. Das Vorarlberger Familienunternehmen Gebrüder Weiss beschäftigte im Vorjahr durchschnittlich 4.414 Mitarbeiter (2009:4.461), davon 168 Lehrlinge. (APA)

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