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GB: Britische Soldaten vor Gericht

Ein britischer Soldat soll Gefangene im Irak geschlagen und zu seinem persönlichen Vergnügen als einen "Chor des Schreiens" missbraucht haben. Payne soll Gefangene geschlagen und missbraucht haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Hauptgefreiten Donald Payne vor, seine Opfer nacheinander in verschiedene Körperteile geschlagen oder getreten zu haben, um Schreie, Ächzen und Stöhnen als „Chorgesang“ hervorzubringen. Neben Payne sind in dem Militärgerichtsverfahren sechs weitere Soldaten angeklagt, wie britische Zeitungen am Donnerstag berichteten.

Mit Erlaubnis des Gerichtes wurden Zeichnungen veröffentlicht, die nach einem Video von den Misshandlungen entstanden, das die Staatsanwaltschaft als Beweismittel einbrachte. Das Video selbst durfte nicht veröffentlicht werden. Auf den Abbildungen, die Gerichtszeichner von der Videovorführung anfertigten, ist ein Soldat zu sehen, der auf einen mit einer Kapuze verhüllten gefesselten Mann einschlägt. Daneben sitzen zusammengeduckt weitere gefesselte Männer mit verhüllten Gesichtern.

„Wie es aussieht, haben Soldaten im Irak derartige Fotos und Videos als Andenken angefertigt“, sagte der Ankläger. Laut Anklage hat Payne, der sich zu Beginn des Prozesses am Dienstag als erster britischer Soldat des Kriegsverbrechens der inhumanen Behandlung von Gefangenen für schuldig bekannte, im Jahr 2003 systematisch Häftlinge misshandelt. Die anderen sechs Angeklagten wiesen die Vorwürfe gewalttätiger Angriffe gegen Gefangene zurück.

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