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"Gastgärten sollen länger geöffnet sein"

Feldkirch - Die Überregulierung der Gastgärten beschäftigt die Tourismusbranche, allen voran die Gastronomie, schon seit mehreren Jahren. Im Zuge der Novellierung der Gewerbeordnung solle nun endlich eine vernünftige Lösung bei den Öffnungszeiten gefunden werden.

Dass Gastgärten unter der heimischen Bevölkerung beliebt sind, zeigt eine aktuelle Umfrage des Linzer market-Instituts, repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren: 64 Prozent der ÖsterreicherInnen besuchen gerne die heimischen Gastgärten. Die von der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in Auftrag gegebene telefonische Befragung zeigt weiters, dass eine überraschend große Mehrheit der Bevölkerung lange Öffnungszeiten haben will: 81 Prozent der Befragten sagen Ja zu abendlichen Öffnungszeiten bis zumindest 22 Uhr. 68 Prozent sprechen sich für eine Verlängerung des Gastgartenbesuchs bis 23 Uhr im Juli/August aus.

„Gerade auch in Vorarlberg sind der Bevölkerung und den Gästen die Gastgarten-Öffnungszeiten ein wichtiges Anliegen. Egal ob nach den Festspielen, der heurigen WM oder anderen Aktivitäten – der Sommerabend ist es immer wert, sich für längere Öffnungszeiten einzusetzen“, betont Andrew Nussbaumer, Fachgruppenobmann der Vorarlberger Gastronomie und erklärt weiter: „Der Rückhalt aus der Bevölkerung stärkt uns in unserer langjährigen Forderung und ist ein klarer Auftrag an die Politik, dies bei der anstehenden Öffnungszeitenregelung auch zu berücksichtigen.“

Rückendeckung erhält die Tourismusbranche auch von Tourismusminister Reinhold Mitterlehner. „Die Kürzung um eine Stunde auf 21 Uhr kommt nicht, es bleibt bei 22 Uhr bzw. 23 Uhr“, spricht er in der Causa ein Machtwort und ist damit ganz auf Linie der österreichischen Bevölkerung. Nun muss allerdings noch das Begutachtungsverfahren abgewartet werden. „Die Zeiten sind erst fixiert, wenn sie definitiv in der Gewerbeordnung steht“, so Nussbaumer abschließend.

FPÖ stellt Antrag

Vorarlbergs FP-Abgeordnete Dr. Hubert Kinz, Dieter Egger und Josef Brunner ersuchen die Landesregierung durch einen Antrag um die einheitliche Verlängerung der Öffnungszeiten von Gastgärten. Konkret fordern die Freiheitlichen, dass

der Vorarlberger Landesregierung sich bei der Bundesregierung und bei den im National- und Bundesrat vertretenen Parteien dafür einzusetzt, dass, tunlichst noch vor Juni 2010,

a) die Betriebszeit in Gastgärten einheitlich mit 8 bis 23 Uhr in § 112 der GewO festgesetzt wird;

b) das Erfordernis der örtlichen Nähe des Gastgartens zum Gastgewerbebetrieb mit bis zu 50 m festgesetzt wird;

c) in Gastgärten auch die Bereitstellung von Getränken und Speisen, die Zubereitung von Getränken, deren Kühlung und Warmhaltung sowie das Reinigen von Gläsern, Geschirr und Besteck in handelsüblichen Kleingeräten gesetzlich gestattet wird.“

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