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Gallup-Vorzugsnoten für Bregenzer Festspiele

Die Besucher geben den Bregenzer Festspielen überwiegend Vorzugsnoten. Das Festival ist Haupt-attraktion der Bodenseeregion und damit auch wichtiger Fremdenverkehrs- und Wirtschaftsfaktor in Vorarlberg.

Die Festspiele bieten ihren jährlich weit über 200.000 Besuchern auch unvergessliche Erlebnisse. Das sind einige Ergebnisse der mittlerweile vierten Besucherbefragung aus dem Sommer 2004 (nach 1992, 1995, 1999), die das Gallup-Institut im Auftrag der Festspiele und des Landesverbandes Vorarlberg Tourismus durchgeführt hat. Die Resultate präsentierte Gallup-Chef Fritz Karmasin heute, Mittwoch, im Festspielhaus Bregenz.

In der repräsentativen Befragung wurden 2.000 der 228.000 Besucher der Festspiele 2004 interviewt. In Schulnoten erhielten v.a. die besondere Atmosphäre (1,13), die Unverwechselbarkeit (1,41), die allgemeine Organisation (1,43), das interessante Angebot (1,56) oder das hohe künstlerische Niveau (1,79) der Bregenzer Festspiele beste Bewertungen. Das weise auf eine hohe Zufriedenheit der Besucher hin, folgerte Karmasin. Die Bregenzer Festspiele erreichten Höchstwerte gerade in den für jedes Festival wichtigen Kategorien wie Unverwechselbarkeit und besondere Atmosphäre kombiniert mit hoher künstlerischer Qualität. Die Festspiele würden am Besten bewertet, so Karmasin, wo die Hauptgründe für einen Besuch liegen: „Die Wünsche der Besucher werden genau dort zur vollsten Zufriedenheit bedient, wo diese auch die größten Erwartungen haben“. Bei der Preisgestaltung (Note 3,01) halte man offenbar gerade die Waage, meinte der kaufmännische Direktor Franz Salzmann.

Negativer als vor fünf Jahren wurde die Verkehrssituation in und um Bregenz beurteilt (Stau, Parkplatzsorgen), bemängelt wurde auch die Gestaltung des Vorplatzes („zu kahl, zu kalt“). Die beste Werbung für die Bregenzer Festspiele ist die Mund-zu-Mund-Propaganda zufriedener Besucher, auch die Bedeutung der Medien nimmt zu. Was die Herkunft der Gäste betrifft, hat sich der Anteil von Besuchern aus Österreich von 25,3 auf 31,6 Prozent erhöht, während der Anteil von Besuchern aus Deutschland und der Schweiz trotz absoluter Zunahme relativ leicht gesunken ist. Für den Besuch der Bregenzer Festspiele spricht in erster Linie das Gesamterlebnis. Das Ambiente der Naturumgebung, die Bodensee-Kulisse und das spektakuläre Bühnenbild zählen laut Umfrage zu den wichtigsten Motiven eines Besuches: „Der Star bei den Bregenzer Festspielen ist das Gesamtkunstwerk“, resümierte Salzmann. Die Pro-Kopf-Ausgaben der Besucher sind mit durchschnittlich 67 Euro pro Tag im Vergleich zu 1999 um 17 Euro höher.

Festspielpräsident Günter Rhomberg und Tourismus-Direktor Christian Schützinger („Kulturtouismus als Wachstumsmarkt“) freuten sich über das Ergebnis der Besucherbefragung. Für Rhomberg wird die zwischen den Festspielen 2005 und 2006 angesetzte Umbau des Festspielhauses eine „große Herausforderung“. Nach dem Spitzenergebnis mit der „West Side Story“ werde man sich mit dem „Troubadour“ (2005/06) nun wieder an den klassischen Opern orientieren.

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