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Zahlreiche Lebensretter in Gaißau

Judith Lutz und Susanne Marosch
Judith Lutz und Susanne Marosch ©rew
Gaißau. Viel los war am Mittwoch, 23. Mai, zwischen 18 und 19 Uhr in der Gaißauer Rheinblickhhalle. Grund dafür war dieses Mal aber nicht eine Party oder ein Kurs, sondern eine Bluttypisierung des Vereins „Geben für Leben“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gsundheit in Gaißau“.
Bluttypisierung in Gaißau

Aus ganz Vorarlberg und der benachbarten Schweiz kamen rund 30 Freiwillige, um Stammzellenspender zu werden und so hoffentlich das Leben von Leukämiekranken zu retten. Dazu nahm der anwesende Arzt, Uwe Bussmann, jedem Blut ab, das noch am selben Abend ins Labor geschickt wurde.

„Dort wird es in den kommenden Wochen typisiert. Das dauert einige Zeit, denn die DNA wird sozusagen hochgezüchtet“, so Susanne Marosch, Obfrau des Vereins Geben für Leben. Danach kommt der potenzielle Spender in die internationale Datenbank. Dass ein so gespeicherter Mensch auch tatsächlich zum Stammzellenspender wird, ist allerdings relativ unwahrscheinlich: „Man kann nur einem genetischen Zwilling helfen – und das ist sehr selten. Wenn die nächsten Verwandten des Leukämiekranken nicht in Frage kommen, ist die Wahrscheinlichkeit, passende Stammzellen zu finden, nur 1:500.000“, erklärt Susanne Marosch. Außerdem passen vielfach nur dieselben Kulturkreise zueinander, wie West- zu Westeurpäern oder Ost- zu Osteuropäern. „Deshalb ist es so wichtig, sich typisieren zu lassen, denn je mehr gespeicherte Daten, desto höher die Chance, doch noch jemanden zu finden.“

Tritt dieser Fall ein, so rettet der Spender ein Leben: Seine Stammzellen werden dem Empfänger durch eine Infusion verabreicht. Sie machen sich auf den Weg in dessen Knochenmark, wo sie die alten, kranken Zellen abtöten und das gesunde Immunsystem des Empfängers aufbauen.

In Vorarlberg warten derzeit 40 Leukämiepatienten auf eine Stammzellenspende – der jüngste ist gerade zwei Jahre alt. Auch bei der Typisierung in Gaißau ist das Leid, das die Freiwillen lindern wollen, allgegenwärtig: „Die Schwester meines Mannes ist an Leukämie gestorben. Deshalb bin ich hier“, erzählt eine Frau mit Tränen in den Augen. „Es ist einfach eine Pflicht für jeden gesunden Menschen, anderen zu helfen. Dazu gehören Blutspenden, und auch sich typisieren zu lassen“, meint ein junger Mann.

„Wir freuen uns, dass wir so viele neue Spender gefunden haben. Das ist ein toller Erfolg, vor allem für den kurzen Zeitraum von einer Stunde, und dafür, dass das Ganze in einem eher kleinen Rahmen gehalten wurde“, zeigte sich Susanne Marosch begeistert. Und auch für Judith Lutz, Organisatorin der „Gsundheit in Gaißau“-Reihe, war es ein besonderer Abend: „Die nächsten Veranstaltungen sind im September. Diese Aktion hier war ein würdiger Abschluss vor der Sommerpause. Es ist wirklich schön, dass so viele Menschen hergekommen sind.“

 

 

Umfrage: Warum bist du hier?

 Gerhard Küng: „Ich war schon öfters Blutspenden. Dann habe ich mich über die Bluttypisierung informiert und finde es eine gute Sache. Man weiß ja nicht, ob man selbst einmal auf eine solche Spende angewiesen ist, oder jemand in der Familie.

 Julia Jagg: Ich finde das Typisieren eigentlich besser als Blutspenden, weil man damit ein ganzes Leben retten kann. Deshalb bin ich hier: Ich möchte Leben retten.

 Markus Summer: Weil man Leuten damit helfen kann, lasse ich mich typisieren. Ich habe gehört, dass es sehr wenige passende Spender gibt und deshalb möglichst viele typisiert werden sollten.

 David Wrisnig: Ich bin hier, weil ich Menschenleben retten kann. Eine Freundin hat mir von dieser Aktion erzählt. Ich habe mich darüber informiert, fand es sinnvoll und eine gute Idee.

 

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