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G-8-Krawalle: Prozess gegen 29 Polizisten

In Genua stehen 29 Polizisten wegen des teilweise brutalen Vorgehens der italienischen Polizei gegen protestierende Globalisierungsgegner bei den Krawallen beim G-8-Gipfel im Juli 2001 vor Gericht.

Ein einziger der Angeklagten erschien am Mittwoch zum Prozessbeginn. Die Polizisten werden beschuldigt, die festgenommenen Globalisierungsgegner in der Schule Diaz, Hauptquartier der „No- Global“-Aktivisten während des G-8-Gipfels, schwer misshandelt zu haben.

Vor zwei Wochen hatte in Genua auch ein weiterer Prozess gegen 45 Polizisten, Ärzte und Soldaten begonnen, die festgenommenen Globalisierungsgegner in der Kaserne Bolzaneto schwer misshandelt haben sollen. Zu den Angeklagten zählt auch ein General, Oronzo D’Oria.

Zunächst waren etwa 160 Polizisten in den Sog der Ermittlungen geraten. Mehrere von ihnen wurden aber entlastet. Über Misshandlungen nach der Festnahme hatten auch die 16 Mitglieder der österreichischen Theatergruppe „VolxTheaterKarawane“ geklagt, die nach dem G-8-Gipfel festgenommen und drei Wochen lang in Untersuchungshaft gehalten worden waren. Ihnen wurden Verbindungen zur Anarchistengruppe Black Block vorgeworfen.

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