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G-8: Die Mächtigsten der Welt

Die Gipfeltreffen der sieben wichtigsten Industriestaaten und Russlands (G8) bringen die Mächtigen der Erde an einen Tisch. Längst sind die Beratungen nicht mehr nur "Weltwirtschaftsgipfel".

Sie behandeln von Umweltschutz über Aids bis zur Terrorbekämpfung alle aktuellen und relevanten Fragen.

GESCHICHTE: Auf Initiative des französischen Präsidenten Valery Giscard d’Estaing und der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt trafen sich 1975 sechs Staats- und Regierungschefs zu einem Kamingespräch auf Schloss Rambouillet in Frankreich. Neben den beiden Initiatoren nahmen die Regierungschefs aus Italien, Japan, Großbritannien und den USA teil. Ziel war es, nach dem Zusammenbruch des weltweiten Wechselkurssystems und der ersten Ölkrise ein Forum für Gespräche über die Weltwirtschaft zu etablieren. Mit der Aufnahme Kanadas erweiterte sich der Kreis 1976 auf die G-7-Gruppe. Seit Mitte der 90er Jahre wurde auch der russische Präsident eingeladen. 2002 wurde die vollwertige Mitgliedschaft Russlands beschlossen.

MITGLIEDER: Der G-8 gehören die USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien sowie Russland und Japan an. Der Präsident der EU-Kommission nimmt ebenfalls teil, wird aber nicht mitgezählt.

VORSITZ: Der G-8-Vorsitz wechselt jährlich nach einem festen Plan. Im kommenden Jahr sitzt erstmals Russland der Runde vor, im Jahr 2007 ist Deutschland dran.

WIRTSCHAFTSMACHT: Die G-8-Staaten erwirtschaften zusammen mehr als zwei Drittel des Weltsozialproduktes und sind für knapp die Hälfte des globalen Handels verantwortlich. Außerdem stellen sie mehr als drei Viertel der weltweiten Entwicklungshilfe und sind die mit Abstand größten Beitragszahler für internationale Organisationen.

ERGEBNISSE: Greifbarste Ergebnisse waren in den vergangenen Jahren neben einer verstärkten Zusammenarbeit bei Sicherheits- und Wirtschaftsfragen milliardenschwere Zusagen für internationale Aktionsprogramme. So wurde 2002 in Kanada beschlossen, der ehemaligen Supermacht Russland finanziell bei der Verschrottung von Atom- und Chemiewaffen zu helfen (20 Milliarden Dollar bis 2012), 2003 wurden dann zum Gipfel in Frankreich höhere Mittel für den Gesundheitsfonds gegen Aids und Malaria angekündigt. Und ein 1999 in Köln erweitertes Programm zum Schuldenerlass soll die Last der Verbindlichkeiten von derzeit 27 teilnehmenden Staaten um 50 Milliarden Dollar drücken.

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