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Am Rohrspitz kehrt Ruhe ein

Wie es am Rohrspitz weitergeht, ist fraglich. Salzmann lässt es vorerst offen.
Wie es am Rohrspitz weitergeht, ist fraglich. Salzmann lässt es vorerst offen. ©VOL.at/ Hartinger
Fußach - Der Bescheid ist eingetroffen. Eine UVP am Salzmann-Hafen erforderlich. Das Projekt steht in Frage.
Salzmann-Hafen: "Heuer bauen wir nicht mehr"
Umweltverträglichkeitsprüfung nötig

Schon Mitte Oktober hat der Umweltsenat Österreichs in Wien einem Antrag des Landes Vorarlberg stattgegeben und mündlich eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) am Salzmann-Hafen am Rohrspitz für dessen geplantes Millionenprojekt anberaumt. Nun flatterten die Bescheide auch noch Schwarz auf Weiß in die Briefkästen aller Beteiligten. Salzmann hätte als Projektbetreiber sechs Wochen Zeit, eine Beschwerde beim Obersten Verwaltungsgerichtshof einzureichen. Der Konjunktiv besagt, dass eben beschriebenes Szenario nicht eintreten wird. Salzmann sieht davon ab, wie sein Projektleiter Michael Hassler gegenüber den VN erklärt: „Das bringt uns nichts. Jetzt ist klar, dass auch im nächsten Jahr nicht gebaut wird. Bis Februar lassen wir die Sache erst einmal ruhen.“ In den falschen Film versetzt fühlte sich Günther Salzmann, als er den Bescheid vor Augen hatte. „Das muss ich erst einmal sacken lassen“, sagt Salzmann und führt aus: „Dann werden wir sehen wie es weitergeht.“ Jeder Ausgang ist derzeit denkbar. „Ich weiß nicht, ob ich in ein paar Jahren noch bauen will“, sagt er. Denn eine UVP würde im Schnitt ein Jahr dauern. „Vor vier Jahren hieß es“, erinnert sich Salzmann „dass auf der bewilligten Fläche gebaut werden darf, nur eben kein neuer Schilf in Mitleidenschaft gezogen werden darf, und jetzt das.“

Für Bürgermeister unverständlich

Völlig unverständlich ist der Entscheid des Umweltsenates auch für Fussach-Bürgermeister Ernst Blum. „Für mich ist nicht nachvollziehbar, dass am Ende eines vierjährigen Prozesses eine UVP verlangt wird. Das hätte man am Anfang einfordern können, damit wäre der Gewerbetreibende nicht so lange hingehalten worden“, ist Blum der Meinung. Er selbst sei bei einigen Vorbesprechungen dabei gewesen. „Man hat die Fragen nach einem Killer-Kriterium immer gestellt, auch ob es wegen des Naturschutzes Probleme geben kann“, sagt Blum und betont, dass alle Sachverständigen und Parteien in den Prozess miteinbezogen worden seien.

(VN/ Tobias Hämmerle)

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