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Funkenhexe "Adelina die neunte"

Seit neun Jahren näht Lisi die Funkenhexe
Seit neun Jahren näht Lisi die Funkenhexe ©Zer

Seit neun Jahren bastelt Lisi Neßler ehrenamtlich die Funkenhexe für die Ortsfeuerwehr Ludesch. „Adelina die neunte“ ist bereits in Arbeit, denn bis zum Faschingsdienstag muss die Funkenhexe fix und fertig sein.

 

Stoff und Holzwolle sind die Grundmaterialien für die Funkenhexe. Vorerst wird genäht und dann Körper und die Gliedmaßen mit Holzwolle ausgestopft. Danach Arme, Beine und Kopf am Rumpf befestigt, damit die Puppe eine menschliche Gestalt annimmt. Diese Arbeit allein nimmt rund acht Stunden in Anspruch.

Das Dekorieren und anziehen nochmals sechs Stunden. Haare, Stiefel und diverse Unterwäsche werden von Hand an den Körper angenäht, damit auch nichts wegfallen kann. Schließlich geht man nicht immer sanft um, mit der Hexe.

Die Kleidung ist immer ein besonderes Thema. „Heuer habe ich ein Steirerdirndl geschenkt bekommen, deshalb wird es eine Steirerhexe geben“, meint die Produzentin. Bei dieser Arbeit ist Fantasie und Freude am Tun, wichtig.

Über Einfallsreichtum kann sich Lisi Neßler nicht beklagen. Ihr wurde die Schöpfergabe sozusagen bereits in die Wiege gelegt.

Das Herstellen der Funkenhexe hat Lisi von ihrer Mutter, übernommen. Diese war Urheberin und fertigte 33 Jahre lang die Hexe.

Vater Hugo betätigte sich als Fasnatpionier. Er sammelte seinerzeit die „Mäschgerle“ ein, verfrachtete sie auf einen Ladewagen und fuhr mit dem Traktor rund ums Dorf und zur Gaudi der Kinder bis nach Thüringen. Im Gasthaus Rößle spendierte er den Kleinen Brezel und Limonade. Diese Begeisterung für die fünfte Jahreszeit erfasste auch Lisi, denn über 20 Jahre gehörte sie den „Räbaschwänz“ an, davon vier Jahre als „Oberräbarätin“.

Taufzeremonie

Traditionell treffen am Faschingsdienstag Feuerwehrobmann Bruno Öhre sowie der Leiter der Feuerwehrwettkampfgruppe Günter Pöttinger bei der Produzentin ein, um im Rahmen eines gemütlichen Frühstücks  mit Kaffee, Krapfen und einem Schnäpsle die Funkenhexe zu taufen. Meist mischen sich auch noch ein paar Frauen der Frauenbewegung in die Runde. „Da muss ich höllisch aufpassen, denn diese Damen wollen mir die Hexe entführen, was ihnen auch gelegentlich gelungen ist“, schmunzelt Lisi.

Falls die Entführung nicht klappt, wird die Funkenhexe, die auf den Namen „Adelina die neunte“ getauft wird, auf die Kühlerhaube des Feuerwehrautos gesetzt, befestigt und mit Blaulicht zum Gemeindezentrum zur Präsentation gefahren. Dort warten bereits die „Guggamusig“ sowie viele Zuschauer die „Adelina“ mit viel Hallo begrüßen. Später bekommt „Adelina“ in der Bücherei Asylrecht bis zum Funkensonntag.

 

Zur Person

Lisi Neßler

Geboren: 3.09.1961

Familienstand: Lebensgemeinschaft  1 Sohn, 1 Enkelin

Hobbys: Gartenarbeit, Haus, Laufen, Dekorieren

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