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Fünf Verletzte bei Anschlag in Spanien

Bei einem Bombenanschlag in der nordspanischen Stadt Portugalete sind fünf Menschen verletzt worden. Unter den Opfern befand sich auch eine Stadträtin.

Unter den Opfern befand sich Polizeiangaben zufolge auch die sozialistische Stadträtin Esther Cabezudo sowie deren Leibwächter. Außerdem wurden drei Passanten leicht verletzt, darunter eine schwangere Frau. Die Polizei vermutete, dass die Attacke, bei der erheblicher Sachschaden entstand, auf das Konto der baskischen Untergrundorganisation ETA geht.

Der baskische Innenminister Javier Balza erklärte, der in einem Einkaufswagen versteckte Sprengsatz sei gezündet worden, als Cabezudo und ihr Leibwächter vorbeigegangen seien. Die Polizei riegelte die Gegend ab. Der Abgeordnete der Volkspartei von Ministerpräsident Jose Maria Aznar, Jaime Mayor Oreja, sagte, alle Politiker müssten jetzt auf der Seite der Opfer stehen und den Terrorismus entschlossen bekämpfen.

Bislang hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt. Die baskische Untergrundorganisation übernimmt jedoch meist erst nach wochen- oder monatelanger Verzögerung die Verantwortung für ihre Anschläge. Vor einer Woche war bei einem mutmaßlichen ETA-Anschlag ein Mitglied der Jugendsektion der Sozialistischen Partei verstümmelt worden. Der seit 1968 andauernde Kampf der ETA hat bislang mehr als 800 Menschenleben gekostet.

Die spanische Polizei nahm am Donnerstag in Navarra in Nordspanien fünf mutmaßliche Mitglieder der ETA fest und beschlagnahmte zahlreiche Waffen. Innenminister Mariano Rajoy erklärte, die Festnahmen stünden in keinem Zusammenhang mit dem Anschlag in Portugalete. Die Männer würden verdächtigt, eine ETA-Zelle gegründet zu haben.

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