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Für die Gesundheit der Kinder Sorge tragen

Kinder- und Jugendärztin Barbara Seidel eröffnet neu in der Rathausgasse in Bludenz ihre Ordination. Die Medizinerin bringt einen großen Erfahrungsschatz mit nach Bludenz, wo sie Patienten bis zum 18. Lebensjahr behandelt.
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Die Spezialisierung auf Kinder- und Jugendmedizin hat sich bei Barbara Seidel schon bald als Ziel während ihres Medizinstudiums herausgestellt: „Ich liebe die Arbeit mit Kindern. Sie vermitteln so viel Lebensfreude, gehen unbefangen an Dinge heran und sind ganz offen. Kinder sind einfach etwas Besonderes!“ Ihr Mann stammt aus Bludenz, die gebürtige Tirolerin lernte ihn während ihres Studiums kennen, durch diese Begegnung verlagerte sich ihr Lebensmittelpunkt schlussendlich nach Vorarlberg. Inzwischen lebt die Familie in Bürs.

Neustart Anfang Juli

Am 1. Juli eröffnet sie ihre neue Praxis in der Rathausgasse 1 in Bludenz. Die sehr großzügig ausgeführten Praxisräume wirken sehr hell und einladend, an den Wänden hängen alte Schwarz-Weiß-Fotos von Kindern: „Es sind zum Teil auch alte Familienfotos dabei, die ich nunmehr auch für die Innenraumgestaltung verwendet habe.“

Flexibilität gefordert

Die Kinder- und Jugendheilkunde ist ein sehr breit aufgestelltes medizinisches Fachgebiet: „Während es in der Erwachsenen-Medizin sehr viele Facharzt-Disziplinen gibt, bewältigen wir sehr viele unterschiedliche Facetten an Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen wie beispielsweise im Bereich der Neonatologie, in der Endokrinologie, in der Orthopädie oder auch Hauterkrankungen. Wir decken ein sehr umfangreiches Spektrum ab und müssen dadurch sehr flexibel sein.“

Barbara Seidel weiß, wovon sie spricht, denn sie kann auf ein sehr umfangreiches Erfahrungs- und Ausbildungsspektrum zurückblicken. Nach ihrer Turnus-Ausbildung am Landeskrankenhaus Feldkirch folgte eine Ausbildung als Assistenzärztin am Kinderspital St. Gallen, dort war die empathische Medizinerin unter anderem auch auf der Kinderonkologie tätig. Eine nachhaltige Erfahrung, wie sie berichtet: „Kinder haben einen sehr starken Lebenswillen und tragen dadurch selber viel zur Heilung bei.“

Der durchsetzungsstarken jungen Frau war es wichtig, sich weiterhin in die Thematik zu vertiefen, so folgte ein Auslandsjahr an der Universität Genf mit Spezialisierung in Neonatologie und pädiatrischer Intensivmedizin. „Die medizinische Entwicklung gestaltet sich immer komplexer. Es gibt sehr viele Möglichkeiten zur Behandlung von Krankheiten. Wenn ich beispielsweise an Leukämie-Erkrankungen bei Kindern denke – da wurden enorme Fortschritte erzielt“, betont sie.

Zu Fuß oder mit dem Rad

Neben ihrer medizinischen Tätigkeit am LKH Feldkirch baute Barbara Seidel zudem parallel das Simulationszentrum für Pädiatrie vor Ort auf. Dort hatte sie dann auch die Aufgabe als Oberärztin auf der Kinder-Intensivstation inne. Vor vier Jahren entschied sie sich dann, selbstständig als Kinder- und Jugendärztin tätig zu sein: „In Vorarlberg war zu dieser Zeit keine Kassenstelle frei, aus diesem Grund habe ich in der Schweiz in einer großen Praxis selbstständig gearbeitet.“ Die nunmehrige Praxis-Eröffnung als Kassenärztin in Bludenz freue sie sehr, denn dadurch könne sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit gehen, zeigt sich die zweifache Mutter begeistert. Sie gewinne dadurch auch mehr Zeit mit ihren Kindern – ein weiterer entscheidender Faktor für die Praxiseröffnung in Bludenz.

Viel Entwicklungspotenzial

Barbara Seidel betont, dass sie nicht nur Kinder-, sondern vor allem auch Jugendärztin sei. Vielfach werde unterschätzt, was die Jugendmedizin bewirken kann: „Gerade Jugendliche können – nicht zuletzt durch die Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie – viele Probleme haben. Diese beinhalten Themenfelder wie etwa Selbstfindung, Mobbing, sexuelle Identifizierung, Gewalterfahrungen, Essstörungen und noch vieles mehr. Dafür braucht es eine eigene Herangehensweise in der Begleitung von jungen Menschen. Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen!“ Darüber hinaus stelle auch der Multi-Media-Bereich ein eigenes Belastungspotenzial dar, dessen Auswirkungen noch nicht tatsächlich erkennbar seien. „Man kann mit Kindern und Jugendlichen viel bewegen, da ist noch so viel Entwicklungspotenzial vorhanden. Es braucht einen anderen Blick auf die Symptomatik – und dafür sind wir schlussendlich auch spezialisiert!“

Kinderarzt Seidel
Rathausgasse 1
Tel. 05552 22062
kinderarzt-seidel.at

Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8 bis 11.30 Uhr, Montag, Dienstag, Donnerstag von 13 bis 15 Uhr

Barbara Seidel
Geboren: 29. März 1974
Familie: Verheiratet, zwei Kinder (9 und 13 Jahre)
Hobbys: Spaziergänge mit dem Hund, Wandern, Klavier spielen, Malen sowie die Sportliche Leitung im Schwimmclub Val Blu Bludenz
Lebensmotto: In allem, was geschieht, etwas Positives zu sehen.

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