Frühzeitige Hubschrauber-Abstellung nötig

Grundsätzlich herrscht ein sehr gutes Einvernehmen zwischen Land und Verteidigungsministerium bei Katastropheneinsätzen. In einer Anfragebeantwortung wurde die grundsätzliche Regelung dargelegt.

In einer Anfragebeantwortung zur Abstellung von Bundesheer-Hubschraubern für Katastropheneinsätze in Vorarlberg stellt Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler klar, dass es auf Grund der geographischen und topographischen Situation im Land unverzichtbar ist, die grundsätzliche Regelung mit dem Verteidigungsministerium (Kommando Luftstreitkräfte) und dem Militärkommando Vorarlberg weiterzuführen.

So erfolgt bei Vorliegen zu erwartender gefährlicher Schneeprognosen (Lawinenwarnstufe 4, anhaltende Schlechtwettersituation mit weiteren Niederschlägen) eine vorsorgliche Abstellung von Militärluftfahrzeugen für eventuelle Hilfeleistungen in Vorarlberg zum Schutz und zur Sicherheit der Bevölkerung. Das bedeutet, dass bereits im Vorfeld allfälliger besonderer Gefahrensituationen ein Hubschrauber angefordert wird, damit im Ernstfall das Militärluftfahrzeug im Land zusätzlich zu den permanent in Hohenems stationierten Hubschraubern des Innenministeriums und der Flugrettung für Einsätze zur Verfügung steht.

Daher hat es LR Schwärzler nicht zur Kenntnis genommen, dass die Umsetzung der vorsorglichen Anforderung eines Bundesheer-Hubschraubers Mitte Dezember 2005 nicht sofort erfolgt ist und sich auf Grund der Schlechtwettersituation um einige Tage verzögert hat. “Wenn eine Hubschrauber-Anforderung vom Land Vorarlberg erfolgt, dann ist diese fristgerecht umzusetzen”, so Schwärzler.

Großartige Zusammenarbeit beim August-Hochwasser 2005

Die Zusammenarbeit mit dem Bundesheer und den assistenzleistenden Einsatzkräften in Vorarlberg war insbesondere beim August-Hochwasser 2005 hervorragend und hat sehr gut funktioniert. Das Bundesheer hat dabei sehr rasch die vom Land Vorarlberg angeforderten Militärluftfahrzeuge bereitgestellt. Die vier Transport-Hubschrauber des Bundesheeres flogen 1.200 Einsätze und waren durch die Beförderung von 1.418 Personen und 417 Tonnen Außenlast 200 Stunden in der Luft. Darüber hinaus verstärkten die 965 Soldaten die örtlichen Hilfsmannschaften in über 88.000 Einsatzstunden. Die eingesetzten Pioniere errichteten elf Brücken und Stege, erstellten sechs Krainerwände und sicherten eine Reihe von Ufern und Brücken.

Auch bei der Anforderung des Bundesheer-Hubschraubers Anfang März 2006 haben die zuständigen Dienststellen des Verteidigungsministeriums rasch reagiert und die Abstellung des Hubschraubers in der vom Land Vorarlberg verlangten Zeit vorgenommen.

“Ich bin froh, dass grundsätzlich zwischen den Einsatzstellen in Vorarlberg und den zuständigen Dienststellen des Verteidigungsministeriums ein gutes Einvernehmen und das notwendige Problembewusstsein für den Katastropheneinsatz und die Hilfeleistung im Land vorhanden ist”, so Sicherheitslandesrat Schwärzler.

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