Früherkennung: Die große Bedeutung der Krebsvorsorge

Jährlich erkranken in Österreich etwa 42.000 Menschen an Krebs, Männer etwas häufiger als Frauen.

Krebs gilt als zweithäufigste Todesursache in Österreich.  Auch wenn Krebs nicht immer vermieden werden kann, so können doch einige Krebsarten gut früh erkannt werden. Und hier kommt der Krebsvorsorge mit den verschiedenen Früherkennungsuntersuchungen eine wichtige Rolle zu.
Spectra Marktforschung hat im September nachgefragt und wollte wissen, ob sich die Österreicher(innen) zum Thema Gesundheit und Krebs Gedanken machen. 69 Prozent der Österreicher(innen) ab 35 Jahren machen sich über ihre Gesundheit zumindest teilweise Gedanken und Sorgen, 32 Prozent – also jeden Dritten – beschäftigt die eigene Gesundheit sogar sehr. Dieser Anteil ist in den letzten zwölf Monaten um 13 Prozentpunkte angestiegen. Dabei sind es sowohl Frauen als auch Männer, die sich um die eigene Gesundheit sorgen. Jedoch: Je älter man wird, desto häufiger beschäftigt man sich mit dem Thema. Etwa ein Drittel der Österreicher(innen) ab 35 Jahren fühlen sich zumindest teilweise gefährdet, einmal an Krebs zu erkranken. Erfreulich ist: 95 Prozent der Österreicher(innen) ab 35 Jahren waren zumindest schon einmal bei einer Krebsvorsorgeuntersuchung.

„Fühle mich gesund“

Jene etwa fünf Prozent der Österreicher(innen) (ab 35 Jahren), die noch nie bei einer Krebsvorsorgeuntersuchung waren, begründen dies überwiegend mit deren eigenem Alter bzw. der eigenen subjektiven Gesundheit. Bei den 35- bis 44-Jährigen sind es daher auch nur acht von zehn, die schon einmal eine Krebsvorsorgeuntersuchung in Anspruch genommen haben. Beinahe neun von zehn Frauen nutzten schon einmal eines der spezifischen Vorsorgeangebote. Jede zweite Frau gibt an, jährlich die Gebärmutterhalskrebsvorsorge durchführen zu lassen und 45 Prozent der Frauen sagen, dass sie alle zwei Jahre zur Mammografie gehen.

Prostata-Untersuchung

Die Prostatakrebs-Früherkennungsuntersuchung – die ab einem Alter von 45 Jahren regelmäßig empfohlen wird – wird von 26 Prozent der Männer jährlich und von 17 Prozent der Männer alle zwei Jahre in Anspruch genommen. Ein Drittel der Männer war noch nie bei der Prostatakrebs-Vorsorge, wobei dies Großteils Männer unter 45 Jahren sind. Die Harnuntersuchung, die ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig empfohlen wird, haben etwa acht von zehn Österreicher(innen) schon einmal gemacht, drei von zehn lassen sich den Harn jährlich untersuchen, weitere etwa 20 Prozent alle zwei Jahre. Zur hautärztlichen Vorsorgeuntersuchung gehen etwa zwei Drittel der ÖsterreicherInnen ab 35 Jahren, allerdings nur etwa jede(r) Zweite regelmäßig (zumindest alle drei bis vier Jahre).

Lungenuntersuchung

Bei lungenspezifischen Untersuchungen (wie Lungenröntgen oder Lungenfunktionstest) sagen sieben von zehn, dass sie diese Untersuchungen bereits einmal gemacht haben, etwa ein Drittel der Österreicher ab 35 Jahren geht regelmäßig (zumindest alle drei bis vier Jahre) zur Lungenuntersuchung. Koloskopie und Gastroskopie wurden bei etwa 50 Prozent beziehungsweise 40 Prozent der Österreicher(innen) schon einmal durchgeführt, häufiger jedoch bei Personen ab 55 Jahren. Nur etwa 15 Prozent bis 20 Prozent der Zielgruppe lassen diese Untersuchungen regelmäßig durchführen. Erfreulich: Beinahe jede(r) zweite Österreicher(in) ab 35 Jahren trägt mittels regelmäßiger Selbstuntersuchung zur Krebsvorsorge bei – Frauen häufiger als Männer.

Daten und Fakten:

Krebsvorsorge und Information

43 Prozent der Österreicher(innen) ab 35 Jahren sind der Meinung, dass regelmäßige Informationen über Krebs-Vorsorgeangebote motivieren würden, (häufiger) zur Vorsorge zu gehen – und zwar vor allem Personen im Alter zwischen 45 und 54 Jahren.

Infos unter www.ots.at/redirect/spectra

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