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"Frohe Aussicht" für Leser

Die Vorstandsmitglieder des Literaturhauses Schanett sind Aiga Mathis, Karin Valasek, Elisabeth Kalb, Peter Natter und Evelyn Brandt.
Die Vorstandsmitglieder des Literaturhauses Schanett sind Aiga Mathis, Karin Valasek, Elisabeth Kalb, Peter Natter und Evelyn Brandt. ©Foto: Vn/Stiplovsek

Gutes Timing: Zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse erhält Vorarlberg nun sein Literaturhaus.

Hohenems. Das Programm bleibt auch nach dem Eröffnungswochenende dicht. Der sogenannte “Philosophische Salon” unter der Leitung des Autors Peter Natter findet kontinuierlich statt, Schreib-, Lese- und Zuhörwillige treffen sich – gelegentlich unterteilt in Altersgruppen – zum Austausch, zum Diskurs und auch ganz konkret zum Lernen.

Kulturelle Bildungsarbeit

Ein Ort der Dichterlesung, also der Präsentation neuer Publikationen, wird das neue “Literaturhaus Schanett” in Hohenems wohl auch sein. Die Betreiber, allen voran die schon seit Längerem in Sachen Literaturvermittlung tätige Evelyn Brandt, stellen aber das “offene Haus” und die kulturelle Bildungsarbeit in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten: “Unser Motto ist Literatur für alle, dem wollen wir auch im Haus entsprechen.” Ausgehend von bereits gut funktionierenden kleinen Initiativen wie “LiLi” und dem Literaturcafé “Haltestelle”, war der Kampf um ein regelrechtes “Literaturhaus” ein längerer. Gut 200 Quadratmeter stehen dem Verein nun in dem geschichtsträchtigen Haus im denkmalgeschützten Jüdischen Viertel zur Verfügung. Das ehemalige Gasthaus “Zur frohen Aussicht” wurde von der jetzigen Besitzerin Elfriede Scheiderbauer saniert und vermietet. Der Veranstaltungsraum selbst fasst bis zu 60 Personen, im kleineren Salon finden bis zu 30 Gäste Platz. Dazu kommen ein Seminarraum und ein Büro. Der Verein “Literaturhaus Schanett” hatte im September dieses Jahres 172 Mitglieder. Die Vernetzung mit Literaturverbänden sei, so die Vereinsleitung, am Laufen und werde ausgebaut. Man leiste vor allem ehrenamtliche Arbeit, betont Brandt. Die Subventionssumme des Landes betrage 8000 Euro, die von der Stadt 5500 Euro und jene vom Bund 10.000 Euro. Die knappe Budgetierung habe man dargelegt und hoffe nun auf Erhöhung.

Stichwort

“Wir gehen zur Schanett” Jeanette Landauer war die erste Wirtin des Gasthauses “Zur frohen Aussicht”, das vor allem von den Frauen der jüdischen Familie Landauer betrieben wurde. Als Treffpunkt jüdischer und christlicher Hohenemser war es sehr beliebt, so dass es allgemein hieß man gehe “zur Schanett”. Nach dem Anschluss an Nazi-Deutschland bzw. nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten entzog die Vorarlberger Sicherheitsdirektor der Familie die Gewerbeberechtigung. Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Hohenems wurden vertrieben und ermordet.

Quelle: VN-Cd

Christa Dietrich-Ruda

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