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Fritz mit weißer Weste

Das Dalaaser Gemeindechef Ernst Fritz darf aufatmen. Die Staatsanwälte haben eine Anzeige wegen des Verdachtes auf Amtsmißbrauch gegen ihn fallengelassen. [14.7.99]

Fritz stand im Verdacht, einen Beschluß der Gemeindevertretung “erfunden” zu haben. Volksanwalt Felix Dünser hatte deswegen die Staatsanwaltschaft Feldkirch informiert. Bei diesem Streit ging es um das Ansuchen eines Bauwerbers, in Dalaas ein Haus mit Pultdach bauen zu dürfen.

Die Gemeinde lehnte dies mit der Begründung ab, so ein Dach widerspreche dem örtlichen Bebauungsplan. Dabei war in drei Gutachten festgehalten, daß ein Pultdach durchaus “ortsgerecht” ist. Die Gemeindeväter zeigten sich davon unbeirrt und lehnten eine Ausnahmebewilligung ab.

Der Berufung des Bauwerbers gab dann die Bezirksbehörde Bludenz recht. Daraufhin hob die Gemeinde alle früher gefaßten Bescheide auf und legte in der Folge die Angelegenheit sechs Monate lang auf Eis, hatte der Volksanwalt kritisiert. Erst dann schaltete Bürgermeister Fritz die Gemeindevertretung neuerlich ein, das Pultdach wurde wieder abgelehnt.

Fritz, der sich vom Feldkircher Anwalt Burkhard Hirn in der Causa vertreten ließ, glaubt (wieder) eine weiße Weste zu haben und sagte den “VN” am Telefon: “Gott sei dank ist diese langwierige Geschichte zu Ende. Ich habe meine Arbeit als Gemeindechef doch richtig gemacht.” Landesvolksanwalt Felix Dünser war für eine Stellungnahme gestern nicht erreichbar.

Mehr lesen Sie dazu in den “VN” am Donnerstag

Von “Tony Walser

(Bild: VN-Archiv)

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