Friedliches Handeln will gelernt sein

Zusammenhalt in der Schulgemeinschaft wird groß geschrieben - nicht nur beim Weltfriedenstag
Zusammenhalt in der Schulgemeinschaft wird groß geschrieben - nicht nur beim Weltfriedenstag ©Bandi Koeck

Feldkirch-Buchs.

Direktorin Meg Sutcliffe erinnert sich: “Bereits im ersten Jahr unseres Bestehens kam die Idee auf, den ‚UN Peace Day’ zu feiern. Diese Idee haben wir sogleich im folgenden Schuljahr realisiert. Über die Jahre hinweg haben wir dann unsere Aktivitäten ausgeweitet und weiter entwickelt.” Das Programm, welches an der Äulistrasse unweit vom BZB und NTB durchgeführt wird, kann sich durchaus sehen lassen. Wochen zuvor wurde schon mit den Vorbereitungen begonnen.

Schüler der 11. Klassen übernehmen die Hauptverantwortung für die einzelnen Spiele und Stationen. Der Schulcampus wird mit Peace-Zeichen oder Tauben dementsprechend geschmückt und die Schülerinnen und Schüler von Kindergarten bis zur 12. Klasse finden sich bunt gemischt in mehreren Gruppen wieder, die von je einer Lehrperson beaufsichtigt werden. Jede der Gruppen traf eine Woche zuvor zusammen und hatte im Gruppenprozess einen gemeinsamen Namen zu finden und ein Plakat zu gestalten, nach dem sie einen kurzen Filmbeitrag über die Kampagne von Jeremy Gilley und der “Peace One Day”-Organisation gesehen haben. Zusätzlich veranstalteten die 3. und 4. Klässler einen Fruchtsaft- und Eisverkauf. Alle Schüler halfen fleißig mit. Der Erlös kommt einem Hilfsprojekt zur Trinkwasseraufbereitung in Afrika zu Gute.

Teamgeist und Fairplay

Adam von der 11. Klasse begrüsste vergangenen Mittwoch alle Anwesenden zum heurigen Weltfriedenstag. Unter dem grossen weissen Segel der Schule haben sich die einzelnen Gruppen eingefunden. In ihren Händen hielten die Kinder die unterschiedlich gestalteten Plakate mit Namen wie “Peace Smileys”, “Die fantastischen 7” oder “Über dem Regenbogen”. Einige hatten sich zuvor sogar farblich abgesprochen um in gleichfarbenen T-Shirts zu erscheinen. Als die Kuhglocke läutete, was auch als Schulklingel gilt, zog die bunte Meute los. Über den ganzen Schulcampus waren Spielestationen verteilt, welche die in Gruppen aufgeteilten Schüler rotierend bewältigten. Kreativität und Einfallsreichtum waren dabei keine Grenzen gesetzt. Hauptaugenmerk wurde natürlich auf solche Aktivitäten gelegt, welche den Friedensgedanken sowie Fair Play beinhalteten. Es ging allerdings nicht darum, wer gewann oder die Aufgaben besser meisterte, sondern dass alle Kinder mitmachten und zusammen arbeiteten.

Auf dem Rasenplatz wurde “Kin-Ball” gespielt, was ein Paradebeispiel für Gruppendynamik darstellt. Daneben das “Dreibein-Rennen”. Von je zwei Schülern wurden je ein Bein zusammen gebunden und sie mussten sich beim Gehen absprechen, damit sie vorwärts kamen und nicht hin fielen. Nach zehn Minuten hörte man wieder die Kuhglocke und die Gruppen zogen im Uhrzeigersinn eine Station weiter. Es folgte eine Aufgabe, bei der einem Kind die Augen verbunden wurden. Zusätzlich bekam es ein mit Wasser gefülltes Glas gereicht und die anderen mussten es zu einer Kunststoffröhre führen, wo es das Wasser einfüllen musste. Lehrer Steve Bavaro ging umher und spielte auf seiner Gitarre fröhliche Lieder über den Frieden. Darunter befanden sich natürlich Songs von den Beatles, U2 oder Bob Marley. Auch Direktorin Sutcliffe machte fleißig mit. Sie hatte das Wort “Frieden” in allen erdenklichen Sprachen ausgedruckt, welches sie zusammen mit Schülern kunstvoll auf ein grosses Leintuch schrieb. Es entstand somit ein “Friedensgraffiti” der besonderen Art. In der ganzen Umgebung herrschte eine angenehme, friedliche und entspannte Atmosphäre. Kein Streit, keine bösen Worte, wenn die Mannschaft beim Tauziehen schon wieder unterlegen war, sondern Ruhe und Verständnis.

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