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Friedlicher Trauermarsch

Am Samstag Abend fand in Bregenz Vorkloster der friedlicher Trauermarsch von rund 50 Skinheads statt. [29.8.99]

Eine Trauerkundgebung und ein Stadionverbot für die Skinheads in Bregenz: Das roch am Samstag förmlich nach einem gewaltsamen Konflikt. Dieser blieb jedoch aus – nicht zuletzt wegen der Präsenz der Sicherheitsbehörden.

Große Aufmerksamkeit erregten die vierzig Skinheads, als sie am Samstag ab 17 Uhr von Vorkloster bis zum Bregenzer Bodenseestadion zogen. Viele Passanten blickten ihnen neugierig nach.

Mit viel Mühe befestigten die Skins vor dem Stadion ein rund 40 Quadratmeter großes Transparent, wo gut lesbar stand: “Franky, 18. 7. 1977- 22. 8. 1999: Von der Justiz in den Tod getrieben.“

Nach einer weiteren Stunde wurde es wieder spannend. Die Skins räumten das Feld und bewegten sich in Richtung Stadioneingang. Wer erwartete, die Ausgesperrten würden mit Gewalt auf den Sportplatz drängen, wurde enttäuscht.

Die Truppe zog an den Beamten vorbei und ging in ihr Klubheim. “Die Skins waren während des Marsches diszipliniert und nicht alkoholisiert“, ließ Rosinger wissen. Auch vom Bregenzer Stadtfest hielten sich die Kahlrasierten entgegen anderer Annahmen fern.

(Bild: VN)

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