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Friede möglich machen

Der 21. September ist der Weltfriedenstag. Damit in Zukunft auch im Kosovo dauerhaft Frieden herrscht, unterstützt die Caritas ein Programm, das dazu beitragen will, die Situation der Menschen zu verbessern und den Frieden zu sichern.

Die Großgemeinde Rahovec liegt rund 30 Kilometer von der Albanischen Grenze entfernt. Die Stadt selbst zählt 25.000 Einwohner, in den 35 umliegenden Dörfern leben weitere 45.000 Menschen. Wie im gesamten Kosovo bilden auch hier die Albaner die Mehrheit der Bevölkerung. Neben anderen kleinen Gruppen stellen die Serben die größte Minderheit dar.

Der alte Konflikt zwischen Serben und Albanern erreichte in den 90er Jahren einen traurigen Höhepunkt. Nachdem 1989 die Autonomie des Kosovo vom serbischen Parlament aufgehoben wurde, hatte die albanische Bevölkerung schwer unter der serbischen Regierung in Belgrad zu leiden. Der Anfangs friedliche Widerstand der Albaner entwickelte sich zur kriegerischen Auseinandersetzung. Sämtliche Friedensverhandlungen scheiterten. Im Jahr 1999 „beendete“ die NATO den Krieg durch die Bombardierung Serbiens. Der Kosovo steht seither unter der Verwaltung der Vereinten Nationen, über seinen zukünftigen Status wird derzeit verhandelt. Gebracht hat der Krieg vor allem eines: Zerstörung, Leid und Flüchtlinge. Zuerst mussten die Kosovo-Albaner vor den Serben flüchten. Nach dem Krieg waren es die im Kosovo lebenden Serben, die aus ihrer Heimat vor allem nach Serbien flüchteten. Ihre Zahl wird auf 200.000 geschätzt, bis jetzt sind weniger als fünf zurückgekehrt.

In Rahovec setzt sich die NGO Promocom (Promotion of Community) für Versöhnung und ein friedliches Miteinander der verschiedenen Völker ein. Es soll ein Umfeld der Toleranz und des friedfertigen Umgangs miteinander geschaffen werden, welches es auch den Flüchtlingen erleichtert, in ihre verlassene Heimat zurückzukehren. Die Organisation konzentriert sich vor allem auf die Arbeit mit Jugendlichen und Frauen, der Schwerpunkt liegt in der Bildungsarbeit. Die Schulbildung wird verbessert und berufliche Aus- und Weiterbildungen angeboten. Auch gemeinsame Freizeitaktivitäten werden organisiert. Besondere Wichtigkeit haben die Themen Menschenrechte und Konfliktlösung, die in allen Kursen vermittelt und diskutiert werden. Schon die Teilnahme an verschiedenen Kursen hilft, Vorurteile abzubauen, da die Menschen in den gemischten Gruppen die Möglichkeit haben, sich kennen zu lernen, sich auszutauschen und miteinander zu diskutieren. Promocom arbeitet sehr eng mit den lokalen Medien zusammen. Über die Aktivitäten und das Thema Menschenrechte wird regelmäßig in den lokalen Medien berichtet, was dem Anliegen des Projekts ein breites Publikum verschafft und zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung beiträgt. In den vergangenen vier Jahren nutzten fast 8.000 Menschen das Angebot von Promocom, derzeit sind 650 Personen in das Projekt eingebunden. Die Caritas Vorarlberg unterstützt Promocom seit dem Jahr 2000 – damit die Menschen im Kosovo eine friedliche Zukunft haben.

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