Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Früherer Salzburger Raiffeisen-Chef kritisiert Neoliberalismus

Wenn der Handel mit Devisen und Wertpapieren weltweit nur mit 0,1 Prozent besteuert würde, könnte mit dem jährlichen Ertrag von 50 Mrd. US-Dollar ein sozialer Ausgleich auf der Welt hergestellt werden, sagt Manfred Holztrattner in seinem Buch "Macht ohne Moral".

Würde der Handel mit Devisen und Wertpapieren weltweit nur mit 0,1 Prozent besteuert, so brächte das einen Ertrag von 50 Mrd. US-Dollar (33,6 Mrd. Euro) im Jahr, womit man einen sozialen Ausgleich auf der Welt herstellen könnte. Diese Rechnung stellt der frühere langjährige Generaldirektor des Raiffeisenverbandes Salzburg, Manfred Holztrattner, in seinem Buch “Macht ohne Moral” auf, das am Mittwoch präsentiert wurde.

Holztrattner kritisiert im Buch die Folgen des Neoliberalismus, der nur an der Maximierung der Konzerngewinne und Managerbezüge orientiert sei. Diese Geld- und Machtgier habe zu einer Zunahme der Korruption geführt. “Doch ich trete den Beweis an, dass man gute Geschäfte machen kann, wenn man die Kunden und Geschäftspartner weder belügt noch betrügt”, meinte der frühere Banker, der aber einräumte, dass man die wirklich lukrativen Geschäfte “auf der geraden Bahn” nicht machen könne, wie er am Mittwoch bei einem Pressegespräch sagte.

Holztrattner analysiert in seinem Buch die Weltwirtschaft aus wirtschaftswissenschaftlicher bis philosophischer Sicht, er macht aber auch Vorschläge zur Veränderung. Diese sei aber nur “von unten” möglich, denn “die Konzernchefs wollen nur abzocken. Veränderung kommt nicht von jenen, die am Futtertrog sitzen.” Täglich würden 100.000 Menschen den Hungertod sterben, “und ein paar Wenige bekommen nicht genug in den Schlund”, forderte er ein “Ende dieser Schweinerei”.

So fordert der Autor die Einführung einer Transportsteuer, damit nicht Lebendvieh 2.000 Kilometer bis zum Schlachthof befördert oder Milch 1.000 Kilometer weit transportiert wird, bis daraus Fruchtjoghurt wird. Weiters verlangt Holztrattner eine weltweite Devisen- und Wertpapier-Spekulationssteuer für den sozialen Ausgleich. Als drittes sollten die Steueroasen, die nur der Geldwäsche dienten, stillgelegt werden, und als viertes sei eine weltweite tiefgreifende Reform der Aktien- und Börsenrechte nötig, mit dem Ziel, dass die Börsen wieder ein Instrument der langfristigen Finanzierung und nicht der Spekulation seien.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Wirtschaft
  • Früherer Salzburger Raiffeisen-Chef kritisiert Neoliberalismus
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen