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Frequency: Einsatzkräfte sahen "ruhiges" Festival mit 200.000 Leuten

Placebo setzte den Schlusspunkte beim heurigen Frequency-Festival. 200.000 Besucher wurden gezählt.
Placebo setzte den Schlusspunkte beim heurigen Frequency-Festival. 200.000 Besucher wurden gezählt. ©APA/Oczerent
200.000 Besucher haben seit Mittwoch das viertägige Frequency in der niederösterreichischen Landeshauptstadt gerockt. Das Festival in St. Pölten sei insgesamt "ruhig" verlaufen, bilanzierten die Einsatzorganisationen in einem Resümee am Sonntag.
Großes Finale mit Placebo

Insgesamt 2.150 Versorgungen hielt Wolfgang Brückler vom Roten Kreuz fest. Im Vergleich zum Vorjahr seien somit um rund 700 Besucher weniger behandelt worden. Brückler führte dies auf das wechselhafte Wetter zurück. Einen Anstieg habe man allerdings in diesem Jahr aufgrund der niedrigeren Temperaturen bei Unterkühlungen verzeichnet. “Wir hatten zwar viel zu tun, erfreulich ist aber, dass es zu keinen lebensbedrohlichen Notfällen gekommen ist”, sagte Notärztin Sabine Ilsinger, die an allen vier Tagen ihren Dienst verrichtete.

120 Sanitäter und drei Notärzte gleichzeitig

Das Rote Kreuz stand insgesamt mit 450 Leuten im Einsatz. Zu Spitzenzeiten während der Musikevents taten gleichzeitig bis zu 120 Sanitäter und drei Notärzte Dienst. Ein Großteil der Besucher wurde vor Ort behandelt, nur in 123 Fällen erfolgte die Einlieferung in das Universitätsklinikum St. Pölten. Schwerpunkte blieben kleine Schnittverletzungen, Verstauchungen sowie Knöchel- und Handgelenksfrakturen.

Laut Oberst Franz Bäuchler vom Stadtpolizeikommando ist das Festival mit bis Sonntagvormittag rund 250 registrierten Straftaten – vorwiegend Diebstähle – “recht ruhig” verlaufen. Beamten war es in den frühen Morgenstunden gegen 3.00 Uhr gelungen, Handydiebe auszuforschen. Bei fünf Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren seien zwei gestohlene Handys sichergestellt worden, so Bäuchler auf APA-Anfrage. Zudem gehe man dem Verdacht eines sexuellen Missbrauchs an einer 25-Jährigen nach. Die junge Frau könnte zuvor durch K.o.-Tropfen außer Gefecht gesetzt worden sein, sagte Bäuchler. Sie hatte am Samstag Anzeige erstattet. Ermittlungen seien noch im Gange.

Freiwillige Alko-Tests bewährt

Wie jedes Jahr führte die Exekutive auch heuer an den Stadtausfahrten Alkohol- und Drogenkontrollen durch. Einmal mehr hat sich laut Bäuchler das Angebot freiwilliger Alkoholtests bewährt, das bis Sonntagmittag rund 400 Abreisende in Anspruch nahmen.

Viel zu tun, wenn auch etwas weniger als im Vorjahr, hatten die Pannenhelfer. Laut ÖAMTC lagen die Schwerpunkte bei Starthilfen und verlorenen Autoschlüsseln. Insgesamt verzeichnete der Club 350 Einsätze seit Mittwoch. Bei der Abreise erreichte das verstärkte Verkehrsaufkommen an der Autobahnauffahrt gegen Sonntagmittag seinen Höhepunkt. (APA)

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