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Freispruch für Lauteracher Möbelhändler

Die geschäftlichen Aktivitäten des Lauterachers gingen jahrelang daneben. Als es eng wurde, zog er nach Brasilien und Ibiza. Zwölf Jahre nach seinem Abgang, gabs für das Gericht keine Beweise mehr für Betrug oder Untreue.

112.000 Euro Mindestschaden warf die Staatsanwaltschaft dem einstigen Geschäftsmann vor, der einst mehrere Möbelgeschäfte im Oberland, Bregenz, Dornbirn und Lauterach sein Eigen nannte.

Fingierte Bilanzen

Entstanden ist der Schaden durch diverse Manipulationen von Bilanzen, Inventurlisten und Provisionsabrechnungen. Doch diese Vorwürfe reichen allesamt rund 14 Jahre zurück, somit konnte sich keiner der Zeugen mehr an die Geschäftsfälle und Buchungen erinnern. Der damalige Steuerberater, einer der wenigen Sachkundigen in diesem Prozess, ist mittlerweile über 80 und ließ sich wegen eines Herzinfarktes aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen.

Nicht nur der Chef sorgte damals für einige Ungereimtheiten in der Buchhaltung. Auch diverse Geschäftsführer und Käufer von Geschäftsanteilen unterschrieben Verträge, ohne sich über den Stand der Verbindlichkeiten zu informieren. 661.000 Euro wollen Geschädigte damals verloren haben. Geld, das sie allenfalls im Zivilverfahren einklagen können. “Wir haben durch ihn alles verloren”, erinnert sich die Schwägerin an die damalige Pleite.

Jahrelang gesucht

Nach dem Freispruch verlässt der 57-Jährige den Gerichtssaal als freier Mann, für die vier Monate Untersuchungshaft bekommt er 8000 Euro Entschädigung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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