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Freispruch für einen Alkoholiker

Fünf Stunden dauerte die Verhandlung gegen den ehemaligen Unternehmer. Ihm warf die Staatsanwaltschaft vor, zwei Jahre lang die 12-jährige Tochter der damaligen Lebensgefährtin missbraucht zu haben.

An Po und Busen soll der 64-jährigen Lustenauer das Mädchen bei jeder Gelegenheit betastet haben.

„Von demütigendem und respektlosem Verhalten“ spricht Richterin Karin Dragosits, ein sexueller Hintergrund sei aber nicht bewiesen. Erst ein Jahr später wandte sich das Mädchen an die Bezirkshauptmannschaft. Die Verhandlung kostet die Schülerin all ihre Kraft. Während ihrer Aussage bricht sie in Tränen aus. Freundinnen trösten die 16-Jährige. Auch die Mutter ist gezeichnet von den Strapazen. Währenddessen sitzt der Mann mit etlichen Wohnungen, Boot und Haus drinnen im Saal. Er hat Mühe den Ausführungen von Richtern und Staatsanwalt zu folgen. Der Alkohol trübt seit Jahren die Sinne des heutigen Pensionisten.

Freispruch

Eine Freundin des Mädchens erzählt von intimsten Fragen, die ihr der aufgedunsene Mann stellte, als sie mit ihm allein war. „Alles Blödsinn“, streitet der Angeklagte ab. „Die Sicherheit für einen Schuldspruch fehlte“, verkündet die Richterin den Freispruch. „Dass es Berührungen gab, zog niemand in Zweifel“, so der Senat. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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