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Freiheitliche fordern die Einführung des Blum-Bonus - Landesregierung dagegen

Christof Bitschi fragte Landesstatthalter Rüdisser, wie er zum Blum Bonus steht
Christof Bitschi fragte Landesstatthalter Rüdisser, wie er zum Blum Bonus steht ©VOL.AT
Der freiheitliche Jugendsprecher Christof Bitschi will die Wiedereinführung des Blum-Bonus, so soll der Lehrstellenmarkt angekurbelt werden. Die Landesregierung ist aber gegen den Bonus, der von Initiator Egon Blum selbst dringend gefordert wird.
"Entwicklung der Lehre ist dramatisch!”

Von einem rot-schwarzem Arbeitsmarktdesaster und dringend notwendigen Reformen sprach FPÖ-Wirtschaftsprecher Bernhard Themessl auf einer Pressekonferenz im Vorarlberger Landhaus. Die Arbeitslosenzahlen klettern seit 5 Jahren kontinuierlich in die Höhe. Jugendsprecher Christof Bitschi will an der Basis ansetzten.

Er fordert eine Stärkung der betrieblichen Lehrausbildung durch die Einführung des Blum-Bonus. Dieser Bonus sieht eine Förderung von 8400 Euro für den Lehrbetrieb während der drei Lehrjahre vor. Entwickelt von Egon Blum, war der Bonus in der Vergangenheit äußerst erfolgreich. In Vorarlberg sorgte er von 2004-2008 für 853 neue Lehrstellen (österreichweit für 12.500 zusätzliche betriebliche Lehrstellen).

Bitschi fordert den Blum-Bonus: “Glasklare Statistik”

Seit Einführung des Blum-Bonus (2004) haben sich die betrieblichen Lehrstellen in Vorarlberg um 11,6 Prozent erhöht. Seit der Abschaffung gingen die betrieblichen Lehrstellen um 9,13 Prozent zurück.
Seit Einführung des Blum-Bonus (2004) haben sich die betrieblichen Lehrstellen in Vorarlberg um 11,6 Prozent erhöht. Seit der Abschaffung gingen die betrieblichen Lehrstellen um 9,13 Prozent zurück. ©Seit Einführung des Blum-Bonus (2004) haben sich die betrieblichen Lehrstellen in Vorarlberg um 11,6 Prozent erhöht. Seit der Abschaffung gingen die betrieblichen Lehrstellen um 9,13 Prozent zurück.

Für Bitschi als jungen Politiker sei es nicht ersichtlich, warum der Blum-Bonus als erfolgreiches System im Jahr 2008 abgeschafft wurde. Man könne viele Versuche und Tests durchführen, doch wenn es bereits ein erfolgreiches System gibt, soll man dieses doch einsetzen, meint Bitschi: “Die Betriebe bekommen durch die Zahlung des Blum-Bonus einen finanziellen Anreiz, Lehrlinge einzustellen.”

Der Blum-Bonus setzt sich aus drei Boni zusammen:

  • Dem Qualitätsbonus für alle Lehrlinge, die nach dem zweiten Lehrjahr einen Qualifikationsnachweis erbringen.
  • Dem Zusätzlichkeitsbonus für maximal fünf Lehrlinge pro Unternehmen, die zusätzlich angestellt wurden.
  • Dem Treuebonus für maximal zwei Lehrlinge pro Unternehmen und Jahr, die den Lehrlingsstand vom Vorjahr aufrecht erhalten.

Landesstatthalter Rüdisser gegen die Einführung

Eine Anfrage bei der Landesregierung beantwortete Landesstatthalter Rüdisser folgendermaßen: Er sei gegen den Qualitätsbonus, weil die Mehrzahl der befragten Ausbildungsbetriebe dadurch keine positive Wirkung auf die Qualität sieht.

Der Treuebonus sei auch nicht zielführend. Die Wirtschaftskammer Vorarlberg sei zum Schluss gekommen, dass der überwiegende Teil der Betriebe aus der Lehrlingsausbildung herausgefallen ist, weil diese keine geeigneten Jugendliche gefunden haben.

Initiator Egon Blum möchte eine Einführung des Blum-Bonus

Egon Blum, der Initiator des Blum-Bonus, stellt die (rhetorische) Frage, ob die Betriebe nicht doch – analog zum Erfolg des Blum-Bonus in der Vergangenheit – Jugendliche ausbilden würden, wenn sie vom Staat eine Unterstützung in Höhe von 8.400 Euro, also dem Blum Bonus, erhielten. Der Bonus würde für die Betriebe Anreize schaffen, in der Lehrlingsausbildung aktiv zu werden. Für Egon Blum ist das ganz klar. (red)

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