Es war Punkt 13.48 Uhr Ortszeit, als Hanna Devigili am Donnerstag das erste Mal bei einer Erwachsenen-Weltmeisterschaft auf die Matte trat. Ein stiller, aber bedeutungsvoller Moment. Hinter ihr: Jahre harter Arbeit und unzählige Trainingsstunden. Vor ihr: die besten Karateka der Welt.
Mit ihrer Teilnahme bei der WM in Ägypten erfüllte sich für die junge Vorarlbergerin ein lang gehegter Traum, und sie trat gleichzeitig in große Fußstapfen: Ihr Vater, Daniel Devigili, wurde 1994 in Malaysia Weltmeister. Nun war es seine Tochter, die sich unter den 32 weltbesten Athletinnen der -68 Kilogramm-Klasse behaupten durfte.
Starke Nerven beim Debüt
Gleich ihr erster Kampf gegen die Algerierin Karima Mekkaoui war ein echter Nerventest. Kein Treffer – weder für sie noch gegen sie. Ein taktisch geprägtes Unentschieden, das zeigte: Devigili war angekommen und bereit für mehr.
Nur 30 Minuten später wartete bereits die nächste Herausforderung, und die war keine leichte. Gegen die favorisierte Puerto-Ricanerin Janessa Michelle Fonesca Romero musste sich die junge Vorarlbergerin mit 1:3 geschlagen geben. Doch Devigili zeigte Haltung und blieb fokussiert.
Entscheidungskampf mit Happy End
Im entscheidenden Duell um den Einzug ins Achtelfinale traf Devigili auf die Iranerin Mobina Heydariozomcheloe und kämpfte sich mit einem 2:1-Sieg eindrucksvoll weiter. Ein emotionaler Moment: bei ihrer ersten Weltmeisterschaft und gleich unter die besten 16 der Welt.
Im Achtelfinale wartete am Donnerstagabend die ganz große Bühne: die dreifache Weltmeisterin Iryna Zaretska aus Aserbaidschan. Eine Gegnerin mit Erfahrung, Kraft und einem Ruf wie Donnerhall in der Szene. Auch wenn sich Devigili in diesem Kampf nicht durchsetzen konnte, bleibt: Ihr WM-Debüt war ein Ausrufezeichen.
Ein Anfang mit Zukunft
Hanna Devigili hat in Kairo nicht nur für sich selbst gekämpft, sondern auch ein Stück weit die Familiengeschichte weitergeschrieben.
(VOL.AT)
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