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Frauenhasser mit Fleischerbeil

Im Sommer eskalierte der Streit zwischen dem Paar, das elf Jahre zusammen war. Der Alkoholiker schlug die Frau krankenhausreif und drohte den Gendarmen mit dem "Abstechen". Nun muss er in eine Anstalt.

Schon vor 12 Jahren hatte der Arbeiter Probleme mit dem Alkohol, doch nach dem Entzug war er zehn Jahre abstinent.

Nasenbein gebrochen

Diesen Sommer geriet er allerdings – nachdem er getrunken hatte – völlig außer Rand und Band. Er würgte seine Freundin mit einem Nylongurt, brach ihr das Nasenbein. Dass der 45-Jährige ganz allgemein ein Problem mit Frauen hat, wird im Prozess deutlich. Kennen gelernt hat er die einst Angebetete an einem Imbissstand. Alles habe er der Frau gegeben, sei in ihre schimmlige Wohnung eingezogen und habe offene Rechnungen bezahlt, sinniert der schmächtige Mann.
“Frauen bringen nur Unglück. Ich hätte jetzt auch lieber einen Richter”, äußert er gegenüber Richterin Ursula Koller seine Antipathie gegen das weibliche Geschlecht. “Na wenigstens ist Ihr Gutachter Primar Reinhard Haller ein Mann”, witzelt Koller schlagfertig. Der Angeklagte nickt zufrieden. Was den künftigen Entzug und die soziale Betreuung danach betrifft, äußert der Mann wenig überraschend einen Wunsch: “Bitte keine weiblichen Sozialarbeiterinnen oder Therapeutinnen mehr, ich hab nur schlechte Erfahrungen mit Frauen!”

Bauch aufschlitzen

Was an jenem Sommerabend den Ausschlag gegeben hatte, dass der Alkoholiker seine Freundin verletzte und ihr mit dem “Abstechen” drohte, ist unklar. Jedenfalls flößte er ihr mit Fleischerbeil und Messer in Händen Todesangst ein: “Ich schlitze Dir den Bauch auf!” Dann schlug er ihr ins Gesicht. “Ich wollte ihr zuvor noch die Brille abnehmen, aber sie ließ mich nicht”, bemüht er sich um eine genaue Rekonstruktion.

Keine Entschuldigung

Bei den Gendarmeriebeamten, die er ebenfalls mit dem Umbringen bedroht hat, entschuldigt sich der Lustenauer bereitwillig. Für die Frau hat er hingegen kein Mitleid. Er weigert sich, das Opfer um Verzeihung zu bitten. Die kaputte Brille und die Arztkosten zahlt der Angreifer, beim Schmerzengeld feilscht er um jeden Euro. Wegen der Drohungen und tätlichen Angriffe bekommt der Täter neun Monate, drei davon unbedingt. Diese drei Monate hat der Mann bereits in U-Haft abgesessen. Somit wird er jetzt in eine Anstalt für Alkoholiker überstellt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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