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Frauen kämpfen weiter für Gleichstellung

3. Landesfrauenkonferenz der PRO-GE Vorarlberg
3. Landesfrauenkonferenz der PRO-GE Vorarlberg ©Presse ÖGB Vorarlberg
Frauen verdienen immer noch deutlich weniger als Männer. Lösungen müssen her! Das war das dominierende Thema auf der 3. Landeskonferenz der Frauenorganisation der Produktionsgewerkschaft in Koblach im Gemeindezentrum "Dorfmitte".
3. Landesfrauenkonferenz der PRO-GE Vorarlberg

Der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen, mit denen sich die Frauenorganisation der Produktionsgewerkschaft zu beschäftigen hat. Auf der 3. Landeskonferenz der PRO-GE Frauen in Koblach wurden die Einkommensgerechtigkeit, die Herausforderungen rund um die Zukunft der Arbeitswelt und das Thema „Leben ohne Gewalt“ in das neue Arbeitsprogramm aufgenommen. Bei der Konferenz wurde zudem ein neuer Landesfrauenvorstand gewählt. 

Positive Bilanz über vergangene Funktionsperiode

Die PRO-GE Frauen ziehen eine durchwegs sehr erfolgreiche Bilanz über die zu Ende gegangene Funktionsperiode. Als größten Erfolg ihres Einsatzes werten die PRO-GE Frauen, dass in zahlreichen Kollektivverträgen nun die Elternkarenz angerechnet wird. Finanzielle und strukturelle Nachteile, die Elternschaft mit sich bringen, konnten dadurch beseitigt werden. Hier besteht aber weiteren Handlungsbedarf, denn in sehr vielen Kollektivverträgen gibt es noch keine bzw. nur unzureichende Regelungen. Die PRO-GE Frauen wollen sich hier weiterhin auch für eine gesetzliche Verankerung stark machen. 

Es konnte auch erreicht werden, dass schwangere Mädchen, die in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen beschäftigt sind, in das Mutterschutzgesetz einbezogen wurden. Außerdem wurde vom Gesetzgeber die Forderung umgesetzt, dass Mädchen im Falle einer Fehlgeburt unter den Kündigungsschutz fallen. 

Auch die konsequente Verfolgung zur Erreichung eines flächendeckenden Mindestlohnes von € 1.500,00 ist eine Forderung, die von den Funktionärinnen in den Kollektivvertragsverhandlungsteams forciert wurde.

Weiter verhindert werden konnte eine Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters. Auch das ist laut der Frauenorganisation der Produktionsgewerkschaft ein wesentlicher Verdienst der starken PRO-GE Funktionärinnen. 

Schwerpunkte der künftigen Arbeit

Bei der Landeskonferenz der PRO-GE Frauen Vorarlberg in Koblach wurde ein neues Arbeitsprogramm verabschiedet, das sich mit Maßnahmen zum Durchbruch der gläsernen Decke (Gleichstellung), mit den Herausforderungen der Zukunft der Arbeitswelt, und einem Leben ohne Gewalt beschäftigt. 

Die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern – auch Gender Pay Gap genannt – klafft nach wie vor weit auseinander. Laut den jüngsten Zahlen von Statistik Austria und AK verdienten Frauen in Vorarlberg heuer um fast 30 Prozent weniger als Männer. Hier fordern die PRO-GE Frauen die Weiterentwicklung der im Gleichbehandlungsgesetz festgelegten Einkommensberichte. Es braucht hier auch eine unabhängige Stelle, die die Berichte auswertet und wenn nötig Maßnahmen und Sanktionen setzt. Die Ursachen für die gravierenden Einkommensunterschiede führen die PRO-GE Frauen auch auf fehlende Rahmenbedingungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zurückzuführen. 

Eine weltweite Studie besagt, dass Frauen im Zuge der Digitalisierung stärker von Jobverlust betroffen sein könnten als Männer. Bei der betrieblichen Umsetzung muss daher darauf geachtet werden, dass Frauen in den zunehmenden Qualifikations- und Kompetenzbedarf verstärkt miteinbezogen werden. Hier fordern die PRO-GE Frauen von den Unternehmen vor allem, die Möglichkeit zur Weiterbildung und Qualifizierung zu schaffen.

Die #metoo Kampagne hat aktuell aufgezeigt, dass Gewalt gegen Frauen immer noch ein Thema ist. Laut Zahlen der Gewaltschutzstelle ist jede dritte Frau in Österreich von körperlicher, sexueller oder sexualisierter Gewalt betroffen. Hier fordern die PRO-GE Frauen, dass in den Betrieben Leitlinien erarbeitet und Führungskräfte verstärkt im Umgang mit Konflikten geschult werden. 

Neue Vorsitzende und neue Landesleitung

Bei der 3. Landeskonferenz der PRO-GE Frauen Vorarlberg wurde von den Delegierten eine neue Landesfrauenvorsitzende und eine neue Landesleitung gewählt. Als Landesvorsitzende wurde Andrea Nogler-Stark, Betriebsratsvorsitzende der Firma Huber Tricot GmbH eindrucksvoll bestätigt. Zu ihren Stellvertreterinnen wurden Anita Setz, Betriebsrätin bei Tridonic GmbH & Co KG und Astrid Reiter, Betriebsrätin Firma Blum Julius GmbH gewählt. 

 

Factbox 

PRO-GE (Produktionsgewerkschaft):
Österreich: 231.216 Mitglieder, davon 34.235 Frauen
Vorarlberg: 5.224 Mitglieder, davon 1.013 Frauen
Landesfrauensekretärin Michelle Feigl 
A-6900 Bregenz, Reutegasse 11
Tel.Nr.:+43 (5574) 717 90
E-Mail: vorarlberg@proge.at

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