Frauen bei der Feuerwehr: In 34 Gruppen keine einzige, in Tosters jeder Fünfte

Nur 4 von 100 Feuerwehrlern in Vorarlberg sind Frauen.
Nur 4 von 100 Feuerwehrlern in Vorarlberg sind Frauen. ©VOL.AT/Schwendinger, Berchtold, Schmidt
Feldkirch - Nur vier Prozent der Vorarlberger Florianijünger sind weiblich. Während manche Ortsfeuerwehr auf eine starke Frauenbeteiligung setzen können, ist jede vierte Ortsfeuerwehr durchwegs männlich.
Die Feuerwehren im Datencheck

Die durchschnittliche Vorarlberger Ortsfeuerwehr besteht aus 48 Männern und zwei Frauen, verrät ein Blick auf die Aktivstandmeldungen der Ortsfeuerwehren an den Landesfeuerwehrverband. In den einzelnen Gemeinden sieht es jedoch anders aus.

Feuerwehr ohne Frauen

Jede vierte Feuerwehr ist rein männlich. Von den 120 Ortsfeuerwehren haben 34 keine einzige aktive Frau als Mitglied an den Landesfeuerwehrverband gemeldet. In weiteren 30 ist nur eine einzelne Frau als Aktivstand verzeichnet. die größte Feuerwehr ganz ohne Frauenbeteiligung ist die Ortsfeuerwehr Nüziders (80 Mann), dicht gefolgt von Bludenz (79 Mann).

Feuerwehr der Frauen

Die meisten Frauen sind in der Ortsfeuerwehr Zwischenwasser aktiv. Hier sind gleich zehn der 62 aktiven Florianijünger weiblich. Sie stellen somit 16,13 Prozent der Feuerwehrgruppe. Nur eine Ortsfeuerwehr hat einen noch größeren Anteil: Feldkirch-Tosters. Die neun aktiven Feuerwehrfrauen sind nicht nur die zweitgrößte Gruppe von weiblichen Freiwilligen, bei einem Personalstand von 48 Personen stellen sie ganze 18,75 Prozent der Ortsfeuerwehr.

Die weibliche Feuerwehrgemeinde

Anteilsmäßig führt Zwischenwasser auch, wenn man die gesamte politische Gemeinde in den Blick nimmt. Den Frauenanteil von 16,13 Prozent toppt keine Gemeinde. In absoluten Zahlen muss man sich jedoch geschlagen geben. Mit insgesamt 22 Frauen in vier Ortsfeuerwehren führt hier Bregenz, dicht gefolgt von Feldkirch mit 21 Frauen in sechs Ortsfeuerwehren. Auf Platz drei liegt Gaschurn mit 12 Frauen in zwei Ortsfeuerwehren.

Viele Männer, wenige Frauen

So manche große Feuerwehrgruppe kann mit diesen Zahlen nicht mithalten. Bei der zweitgrößten Ortsfeuerwehr, Lustenau, sind von 105 aktiven Mitgliedern immerhin neun Frauen – gleichviel wie insgesamt in den politischen Gemeinden Bartholomäberg (auf drei Ortsfeuerwehren aufgeteilt) oder Dalaas (bei zwei Feuerwehrgruppen). Dornbirn, die größte Ortsfeuerwehr des Landes, hat bei 190 Florianijünger sogar nur vier aktive weibliche Mitglieder. Mehr Frauen dienen bei den Feuerwehren von Thüringen (7 aktive weibliche Mitglieder), Lochau, Übersaxen, Weiler (jeweils sechs), Eichenberg, Hohenems und Koblach (jeweils fünf).

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