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Frau rief bei Polizei an und drohte mit einem Mord

Prozess am LG Feldkirch: Psychisch kranke Frau in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.
Prozess am LG Feldkirch: Psychisch kranke Frau in Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. ©VOL.AT (Themenbild)
Psychisch kranke Frau wurde in Psychiatrie eingewiesen: Die 32-Jährige hatte damit gedroht, den erstbesten Passanten abzustechen.

Am 22. Dezember 2015 wählte die Hohenemserin den Notruf der Polizei an. Dabei kündigte die unbescholtene 32-Jährige am Telefon an, jetzt in Richtung Götzis loszugehen und mit ihrem Messer den erstbesten Passanten abzustechen. Spätestens in Liechtenstein werde sie einen Türken umbringen.

Dafür wurde die für zurechnungsunfähig erklärte Betroffene gestern am Landesgericht Feldkirch in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richterin Franziska Eller ist nicht rechtskräftig. Verteidigerin Andrea Concin meldete Nichtigkeitsbeschwerde beim Obersten Gerichtshof in Wien an. Die Betroffene will damit erreichen, dass ihr die Unterbringung unter Auflagen erspart bleibt.

Nach Ansicht des Landesgerichts handelt es sich bei der besachwalteten 32-Jährigen um eine psychisch kranke und gefährliche Frau. Von der manisch-depressiven Frau sei ohne Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt und ohne medikamentöse Versorgung zu befürchten, dass sie tatsächlich jemanden umbringt, sagte Gerichtspsychiater Reinhard Haller. Möglicherweise könne sie aus psychiatrischer Sicht unter Auflagen nach einem Jahr aus dem Landeskrankenhaus Rankweil, in dem sie sich seit dem Vorfall vom Dezember 2015 befindet, auf Bewährung entlassen werden.

Wäre die Frau schuldfähig gewesen, wäre sie wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt mit einem Strafrahmen von sechs Monaten bis fünf Jahren Gefängnis zu verurteilen gewesen, sagte Richterin Eller. Denn sie habe mit ihrem Drohanruf die Polizei zu ihrer Festnahme genötigt.

Nach ihrem Anfruf bei der Polizei machten sich zwei Hohenemser Beamte in ihrem Dienstauto sofort auf die Suche nach der Frau. Die geschiedene Arbeitslose winkte der Polizei von einer Hohenemser Straße aus zu.

Mit einem 33 Zentimeter langen Messer ging die Frau auf die beiden Polizisten zu. Sie kam der Aufforderung der Polizei nicht nach, das Messer auf den Boden zu legen. Die Polizisten besprühten die aus Russ­land stammende Österreicherin zwei Mal mit Pfefferspray und konnten sie erst danach festnehmen.

Während sie mit dem Messer auf ihn zugegangen sei, habe sie zu ihm gesagt, er solle seinen Job machen, sagte als Prozesszeuge einer der beiden Polizisten. Er habe dabei seine Dienstpistole auf sie gerichtet. Laut Anklageschrift wollte die psychisch kranke Frau, dass der Polizist auf sie schießt.

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