Frankreichs Fiskus fahndet aus der Luft nach nicht gemeldeten Pools

Frankreichs Finanzbehörden setzen künftig auf die Auswertung von Luftbildern auf der Suche nach Schwimmbädern und Anbauten, die Hausbesitzer dem Finanzamt verschwiegen haben. Die Auswertung von Satellitenbildern soll in den Katasterämtern zur möglichen Anpassung des Wertes dort erfasster Immobilien genutzt werden, wie aus den Plänen der Finanzverwaltung hervorgeht. Erste Auswertungen aus Proberegionen sind aus Behördensicht vielversprechend.

Mit der Nutzung künstlicher Intelligenz sollen Nachforschungen von Finanzbeamten vor Ort auf ein Minimum reduziert werden. Ein automatisiertes Verfahren soll den Kommunen beim Einfordern der Grundsteuer ermöglichen, Betroffene gezielt anzuschreiben.

Wie der französische Nachrichtensender BFMTV am Mittwoch berichtete, wird die Auswertung von Luftbildern zunächst in neun Departements erprobt. Bei einem ersten Test im Departement Alpes-Maritimes seien binnen weniger Wochen 3.000 den Finanzbehörden verschwiegene Swimmingpools entdeckt worden. Außerdem dürften die Finanzbehörden seit einer Gesetzesänderung im vergangenen Jahr auf der Suche nach Steuerbetrügern alle Informationen auswerten, die Betroffene in den sozialen Medien auf ihren Profilen öffentlich zugänglich machen.

Die Steuerfahndung mit Satellitenbildern schlägt sich unterdessen auch in den Stellenausschreibungen der zentralen Steuerbehörde nieder. Für das neue Projekt werden Datenexperten rekrutiert, die darin spezialisiert sind, "aus den Bildern nützliche Informationen herauszufiltern", wie es in der Aufgabenbeschreibung für einen Posten heißt.

(APA/dpa)

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