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Frankreich: Rätselraten um Bahn-Sprengsatz

Nach dem Fund eines Sprengsatzes an der Bahnstrecke Paris - Basel tappen die Ermittler im Dunkeln. Unklar ist, ob die mysteriösen Bahnerpresser- Gruppe „AZF" dahinter steckt.

Teile des Sprengsatzes erinnerten an einen früheren Bombenfund der „AZF”, andere Elemente sprächen jedoch dagegen, hieß es nach Angaben der Polizei von Donnerstag. Der nach dem Fund am Mittwoch unterbrochene Bahnverkehr um Troyes wurde am Abend wieder aufgenommen. Premierminister Jean-Pierre Raffarin und Innenminister Nicolas Sarkozy sagten, man müsse die Ergebnisse der Untersuchungen abwarten.

Zündkabel nicht angeschlossen

Bahnangestellte hatten den Sprengsatz mit mehreren Zündern am Mittwoch halbvergraben im Gleisbett bei Troyes südöstlich von Paris gefunden. Bombenexperten machten das Objekt mit mehreren Zündern, Nitrat, einer Batterie und einer Schaltuhr unschädlich. Der Sprengsatz habe nicht explodieren können, weil das Zündkabel nicht angeschlossen gewesen sei, hieß es nach Angaben des französischen Innenministeriums. Der Bereich um Troyes wurde bis in den Abend für den gesamten Bahnverkehr gesperrt.

Die französische Eisenbahn SNCF hat eine erneute gründliche Überprüfung des Schienennetzes angekündigt. Die Gruppe „AZF” hat in den vergangenen Monaten versucht, mit Bombendrohungen gegen die Bahn eine Millionensumme von der französischen Regierung zu erpressen.

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