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Frachter vor Südafrika noch immer in Flammen

Die Gefahr einer verheerenden Umweltverschmutzung für das südafrikanische Naturparadies St. Lucia ist noch nicht gebannt.

Ölspuren und einige Fässer mit Chemikalien aus dem brennenden Gefahrgut-Frachter „Jolly Rubino“ sind an den Stränden um St. Lucia angeschwemmt worden. Am Donnerstag warnten die Behörden die Bewohner umliegender Dörfer, Meeresfrüchte aus dem Gebiet um das brennende Wrack nicht zu essen. Touristen wurden angewiesen, das Naturschutzareal zu meiden.

Naturschützer in Südafrika reagierten unterdessen empört. „Solche Fehler dürfen einfach nicht mehr passieren,“ sagte Tony Frost, Geschäftsführer des World Wide Fund for Nature (WWF) Südafrika. Das Befahren ökologisch sensibler Gebiete durch Schiffe mit gefährlicher Ladung müsse verboten werden, forderte der Umweltschützer.

Die Bergungsfirma Smit Salvage wollte ursprünglich am Donnerstag den Versuch unternehmen, rund 1.000 Tonnen Öl aus dem Frachter in ein anderes Schiff umzupumpen. Nun muss die Firma wahrscheinlich abwarten, bis die Brände von allein ausgehen. Am Mittwoch drohte das Schiff auseinander zu brechen und konnte deshalb nicht aufs offene Meer geschleppt werden. Nach dem Ausbruch neuer Feuer musste ein Rettungsteam in Sicherheit gebracht werden. Nach Behördenangaben gibt es mehrere meterlange Risse im Rumpf des havarierten Schiffes, die sich langsam vergrößern.

Seit Tagen wird versucht, eine Verschmutzung des zum UNESCO-Welterbe zählenden Naturschutzgebietes am Indischen Ozean mit Öl zu verhindern. Im Feuchtbiotop St. Lucia leben Büffel, Nashörner, Leoparden, Krokodile und über 400 Vogelarten. Eine größere Menge Schweröl soll aus dem Schiff bereits ausgelaufen sein, aber bisher wurde der Ölschlamm vom starken Wind von der Küste fortgetrieben. Öl-Barrieren sind auf das Wasser gesetzt worden für den Fall, dass der Wind dreht.

Der italienische Frachter war vor neun Tagen nach einem Brand auf ein Riff südlich des Schutzgebietes St. Lucia aufgelaufen. Das Schiff liegt knapp 300 Meter vom Strand entfernt. Es hatte neben Frachtgut etwa 1.200 Tonnen Öl und giftige Chemikalien wie Phenol an Bord.

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