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FPÖ pocht auf Vereinbarung zu Deutsch als Schulsprache

Nach wie vor sorgt der "Sprachenstreit" für Emotionen.
Nach wie vor sorgt der "Sprachenstreit" für Emotionen. ©VOL.AT/Paulitsch
Die FPÖ erhöht die Taktzahl im sogenannten "Sprachenstreit". Sie pocht weiterhin auf einer "Bildungsvereinbarung". Demnach sollen sich Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache dazu verpflichten, auf dem Schulgelände ausschließlich deutsch zu sprechen.
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Noch sind die Wogen nach dem Lochauer “Sprachenstreit” nicht abgeebbt. Zur Erinnerung: Die Mittelschule Lochau sorgte für Aufsehen, als sie in einem Brief an die Eltern die Verwendung der deutschen Sprache auch am Pausenhof eingemahnte.

“Deutsch-Verweigerung Signal der Integrationsverweigerung”

Die FPÖ fordert nunmehr, dass umgehend eine entsprechende Bildungsvereinbarung ausgearbeitet werden müsse. Auf der einen Seite müsse Eltern und Schülern klargemacht werden, dass die Sprache der Schlüssel zur Integration sei. Vielmehr aber noch sei laut FP-Klubdirektorin Petra Mayer “die Weigerung, auf dem Schulhof Deutsch zu sprechen, ein Signal der Integrationsverweigerung.” Direkt wendet sich die FPÖ an Landesrat Schwärzler, der sich laut Medienberichten für Deutsch am Pausenhof starkmachen will. Nach Wünschen der Landesfreiheitlichen soll sich der Landesrat direkt mit Schullandesrat Siegmund Stemer zusammensetzen, um eine derartige Vereinbarung auszuarbeiten.

Stemer: FP-Forderungen bereits Realität

Stemer selbst sieht auf Nachfrage von VOL.AT den FP-Forderungen gelassen entgegen: Schließlich könne man solche Bildungsvereinbarungen auch über Haus- und Schulordnungen in Kraft setzen – was schon vielerorts geschehen sei. Der Landesrat möchte diesbezügliche Vereinbarungen aber den örtlichen Schulgemeinschaften überlassen. “Generell aber heiße ich den Vorschlag aber gut. Auch, da er ohnedies schon vielerorts Realität ist.” Im privaten Bereich sieht Stemer keinerlei Probleme mit dem Gebrauch der Muttersprache bei Menschen mit nichtdeutschsprachigem Hintergrund. In der Schule selbst aber solle aber die Umgangssprache Deutsch gewahrt werden. “Dies einerseits im Interesse der Schulgemeinschaft, um die Verständigung zu gewährleisten. Andererseits ist die Beherrschung des Deutschen unumgänglich für eine gelingende Schul- und Berufslaufbahn.”

Jedenfalls sieht Stemer in punkto Integration große Herausforderungen. Er verweist aber auf das Integrationsleitbild, welches von allen Landtagsparteien mitgetragen würde. Schließlich sollten alle Schüler gutes Deutsch beherrschen.

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