Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

FPÖ begrüßt Flüchtlinge in Wien-Erdberg

So begrüßt die FPÖ geflüchtete Kinder in Wien-Erdberg.
So begrüßt die FPÖ geflüchtete Kinder in Wien-Erdberg. ©twitter.com/JChristandl
Rund 20 FPÖ-Funktionäre und Sympathisanten haben am Mittwoch in Wien-Erdberg ankommenden Flüchtlingen, darunter kleine Kinder, ihre ablehnende Haltung per Plakat buchstäblich ins Gesicht gehalten. Rund 100 Menschen hatten sich, von der Polizei getrennt, zu einer Gegendemo eingefunden.
FPÖ und Gegendemo in Wien

Ein Schnappschuss einer Begegnung der FP-Demonstranten mit einem kleinen Flüchtlingskind auf Twitter sorgt für einige entsetzte Kommentare. “Wie muss man gestrickt sein, um sich dort so hinzustellen?” – “Und das wird, in dieser Gemeinheit, der FPÖ schaden. Solch offener Hass schreckt Wechselwähler ab”.

Die Kritik an der FPÖ fällt in den Kommentaren mitunter auch durchwegs zynisch aus: “Ist das Foto echt? Ich kann keinen Rechtschreibfehler erkennen”, oder “…und eine neue “Qualität” der vielbesungenen NächstenLiebe….”.

FP-Bezirksparteiobmann rechtfertigt sich

“Der Standort ist völlig ungeeignet”, rechtfertigt Gemeinderat und geschäftsführender Bezirksparteiobmann der FPÖ Landstraße, Dietrich Kops, die Kundgebung gegen die Flüchtlinge gegenüber der APA. Es gebe keine Aufenthaltsräume für die Flüchtlinge und in unmittelbarer Nähe befinde sich eine Schule, meinte er. Schon in der Vergangenheit sei es immer wieder zu Störungen von Passanten und anderen Zwischenfällen gekommen.

Geht es nach der FPÖ, soll das Quartier, das gut 300 Menschen beherbergt, geschlossen werden. “Wien übererfüllt seine Quote, das ist ungerecht für die Landstraßer Bevölkerung, aber auch die Wiener Bevölkerung”, betonte Kops. Stattdessen solle man Kasernen für Asylwerber öffnen und diese dort unterbringen – möglichst fernab von Ballungszentren. Unterstützt wurde Kops von etwa 20 Protestteilnehmern, die Schilder mit “Nein zum Asylantenheim” hielten.

Fünfmal so viele Menschen bei Gegendemo

Auf der anderen Straßenseite sammelte sich die Gegenkundgebung, die von den Jungen Grünen sowie den Landstraßer Grünen organisiert worden war. Auch das Bündnis “Wien Anders” hatte seine für heute angesetzte Pressekonferenz eigens verschoben, um an der Kundgebung teilnehmen zu können. Rund 100 Menschen hießen Flüchtlinge lautstark willkommen: “Kein Mensch ist illegal” stand ebenso auf Schildern von Aktionisten und Anrainern wie “Asylsuchende herzlich willkommen. Auch in meiner Umgebung”.

“Wir glauben, dass Flüchtlinge, die traumatisiert zu uns kommen und hier leben müssen, nicht von einer aufgeganselten FPÖ gestört werden dürfen”, betonte Nikolaus Kunrath, Sprecher der Initiative “Jetzt Zeichen setzen!”. Die Aktion der FPÖ ziele bewusst auf Hetze ab, nicht auf eine sachliche Debatte. “Vielleicht fürchtet sich die FPÖ, die Landstraßer Bevölkerung fürchtet sich nicht”, meinte auch die grüne Bezirkschefin Eva Lachkovics.

(Red./APA)

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Politik
  • FPÖ begrüßt Flüchtlinge in Wien-Erdberg
  • Kommentare
    Kommentar melden
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen