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Fotografien vom Ersten Weltkrieg

Im Park beim Stadtmuseum und Stadtarchiv wird ein Teil der Ausstellung "Inszenierte Wirklichkeit" zu sehen sein.
Im Park beim Stadtmuseum und Stadtarchiv wird ein Teil der Ausstellung "Inszenierte Wirklichkeit" zu sehen sein. ©Edith Rhomberg
Die Ausstellung „Inszenierte Wirklichkeit“ des Stadtmuseums und des Stadtarchivs ist in Vorbereitung.

Dornbirn. Am 23. Mai 1915, dem Tag der Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn, zogen etwa 3.500 Mann in den sechs Bataillonen Bludenz, Feldkirch, Rankweil, Dornbirn, Bregenz und Bezau aus dem Ländle an die Front. Zusammen mit anderen Ländern hatten Tirol und Vorarlberg für die 350 Kilometer lange Grenze etwas mehr als 35.000 Mann auf die Beine gestellt. Ungeachtet der patriotischen Begeisterung griff die harte Wirklichkeit des modernen Krieges auch nach den Standschützen. Ihr militärischer Wert war unterschiedlich. Die Standschützen waren seinerzeit in tiefstem Frieden freiwillig dem Schießstand beigetreten und hatten zum großen Teil nicht mit diesen weitreichenden Folgen gerechnet. Durch das Gesetz von 1913 war aber jeder landsturmpflichtig geworden und konnte nicht mehr aus dem Schießstand austreten.

Der 23. Mai 1915 war also auch der Tag des Ausmarsches der Dornbirner Standschützen. Exakt hundert Jahre später ist beim Gebäude des Stadtmuseums und Stadtarchivs die Eröffnung der Sonderausstellung „Inszenierte Wirklichkeit“ geplant. „Die Inszenierung wird im Park mittels einer Installation von Architekturstudenten der Universität Liechtenstein sichtbar gemacht“, verrät Hanno Platzgummer, Direktor des Stadtmuseums.

Private Fotochroniken

Das Medium der Fotografie wurde nach der Erfindung im Jahre 1839 auch im Krieg eingesetzt und diente vor allem der Propaganda. Beispiele sind der Krimkrieg 1855/56, der amerikanische Bürgerkrieg 1861-1865 und der Burenkrieg in Afrika 1899-1902.

Im ersten Weltkrieg fotografierten seit Kriegsbeginn tausende von Soldaten an der Front. Die Weiterentwicklung der Fototechnik und verhältnismäßig günstige und leicht zu bedienende Pocketkameras machten dies möglich. Zwei der einflussreichsten Dornbirner Fotografen waren Dr. Franz Bertolini und Franz Beer, die auf sehr unterschiedliche Weise die visuelle Grundlage für die Darstellung und Deutung des Ersten Weltkrieges für Dornbirn geschaffen haben.

Die von Stadtmuseum und Stadtarchiv gemeinsam erarbeitete Ausstellung wird im Rahmen einer „Kabinettpräsentation“ viele der sensiblen Originalfotografien temporär zugänglich machen.

Das Thema Krieg wird der Bevölkerung auf unterschiedliche Weise nahe gebracht. Die Schau vom 23. Mai bis 27. September wird von einer Reihe von Aktionen der Dornbirner Kultureinrichtungen  begleitet und durch die Kulturabteilung koordiniert.

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