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Formel 1: Neue Regeln für die Saison 2014

Der Formel-1-Rennkalender 2014.
Der Formel-1-Rennkalender 2014. ©APA
Es vergeht kaum eine Formel-1-Saison, in der keine Regelanpassungen vorgenommen werden. Doch so gravierend wie dieses Jahr, waren die Änderungen lange nicht mehr.

“Dieses Reglement umzusetzen, ist eine Höllenarbeit”, erklärt der frühere Vorarlberger Formel 1-Pilot Christian Klien kürzlich. Laut dem Emser ist der Fahrstil des Piloten von nun an wichtiger denn je. “Fahrer mit einem guten Gefühl und einem guten Gasfuß sind im Vorteil”, sagte der 31-Jährige. Seinen Einschätzungen nach gibt es aber einige Fahrer, die diese Fahrkünste gut beherrschen. Dies sind unter anderem Jenson Button, Kimi Räikkönen oder Nico Rosberg.

Die größten Änderungen erfährt die Technik. Diese wurden schon vor Jahren von den Teams vereinbart und kommen nun zur Anwendung. Hier ein kurzer Überblick:

1. Motor

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Die V8-Saugmotoren haben ausgedient. Stattdessen werden Sechszylinder-Triebwerke mit 1,6 Liter Hubraum und Turbolader eingesetzt. Außerdem erhöhen die neuen Hybrid-Antriebsstränge die Energieeffizienz. Wie im Automobilbau wird nun auch im Rennsport auf weniger Hubraum und somit weniger Verbrauch gesetzt, berichtet sport1.de.

2. Energierückgewinnungssystem

Das KERS-System zur Rückgewinnung von Bremsenergie wurde von 2009 bis 2013 eingesetzt.
Das KERS-System zur Rückgewinnung von Bremsenergie wurde von 2009 bis 2013 eingesetzt. ©Das KERS-System zur Rückgewinnung von Bremsenergie wurde von 2009 bis 2013 eingesetzt. APA

Außerdem wird mit Beginn der neuen Saison das Energierückgewinnungssystem KERS (Kinetic Energy Recovery System) durch das ERS-System ersetzt. Dabei wird zusätzlich zu der kinetischen Energie aus den Bremsen auch Abwärme aus dem Motor als Energie gespeichert. Für die Fahrer bedeutet dieser Schritt unter anderem eine Erhöhung der PS-Stärke von 80 auf 160 PS sowie eine längere Nutzungsdauer pro Runde.

3. Sprit/ Auspuff

Zur umweltfreundlicheren Nutzung soll auch eine Reduzierung des maximalen Spritverbrauchs um 35 Prozent beitragen. Somit können künftig nur mehr 100 kg Benzin verbraucht werden. Obwohl die Piloten laufend Informationen über die noch vorhandene Benzinmenge erhalten, sollten sie ständig auf den Verbrauch achten und ihre Fahrweise anpassen. Außerdem werden die zwei bisher verwendeten Auspuffrohre durch ein zentrales Abgasrohr ersetzt.

Laut Klien habe Mercedes die Änderungen in den Bereichen Motor, Energierückgewinnung und Turbolader am effizientesten umgesetzt. Beim Rennen in Australien sieht er somit die größten Chancen für eines der Mercedes-Teams.

4. Frontpartie:

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Aus Gründen der allgemeinen Sicherheit wurden die Fahrzeugnasen deutlich abgesenkt. Statt 55 Zentimeter darf die Spitze des Autos nur noch 18,5 Zentimeter über dem Boden liegen. Dies soll das Verletzungsrisiko bei Kollisionen stark verringern. Die Piloten standen der Neuerung skeptisch gegenüber. Auf Grund des neuen Designs benannten einige von ihnen die Fahrzeuge in “Ameisenbär” oder “Staubsauger” um.

5. Front- und Heckflügel:

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GEPA ©GEPA

Die maximale Breite der neuen Frontflügel beträgt nun 1,65 Meter (vorher: 1,80 Meter). Die Änderung soll verhindern, dass bei Zusammenstößen der Reifen des vorderen Fahrzeuges beschädigt wird. Zusätzlich wurden die Heckflügel angepasst: Der sogenannte Beamwing unter dem Hauptflügel ist von nun an nicht mehr erlaubt. Das führt vor allem zu deutlichem Antriebsverlust des Fahrzeuges.

Dazu kommen weitere Regelanpassungen in der Motorsport-Königsklasse:

6. Punkteführerschein:

Der Formel-1-Rennkalender 2014.
Der Formel-1-Rennkalender 2014. ©Der Formel-1-Rennkalender 2014. APA

Für Vergehen erhalten die Piloten künftig ein bis fünf Strafpunkte. Hat ein Fahrer innerhalb von zwölf Monaten zwölf Strafpunkte angesammelt, dann wird dieser für ein Rennen gesperrt. Ein Jahr später werden die Punkte jedoch wieder gelöscht. Das System wird als Zusatz gesehen –  kurzfristige Strafen wird es weiterhin geben.

7. Startnummern:

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Zum ersten Mal in der Geschichte der Formel-1 richten sich die Startnummern der Fahrer nicht nach der Platzierung in der Rangliste des Vorjahres. Diese werden von nun an selbst gewählt und über die gesamte Formel-1-Karriere verwendet. Diese Regel gilt zukünftig für alle Fahrer mit Ausnahme des Weltmeisters. Dieser tritt im jeweiligen Folgejahr mit der Nummer 1 an. Sebastian Vettel wird somit in der kommenden Saison mit der Nummer 1 geehrt, hat sich aber zusätzlich die fünf gesichert. Ex-Weltmeister, Jenson Button, sicherte sich die 22 und Lewis Hammilton entschied sich für Nummer 44.

8. Doppelte Punkte:

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GEPA ©Die Formel-1-Rennstrecke in Abu Dhabi – seit 2009 in Betrieb. GEPA

Die letzte Änderung betrifft die Punktevergabe. Demnach sollen beim Saisonfinale am 23. November in Abu Dhabi doppelte Punkte vergeben werden. Das Ganze soll die Spannung zum Saisonende erhöhen und frühzeitige WM-Entscheidungen wie im Vorjahr verhindern.

(APA/red)

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